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09.05.2019

Hat der Schufa-Algorithmus sich verselbstständigt?

Wenn es um die Schufa geht, dann entscheidet eine Maschine über den Menschen. Doch was genau macht ein Algorithmus und kann er diskriminieren?

Die Schufa Score berechnet sich für jeden Verbraucher individuell. Dabei wird ein sogenannter Algorithmus verwendet, der alle vorhandenen Daten auswertet und in ein Verhältnis zueinander bringt. Gerade diesen Algorithmus schützt die Schufa wie sonst nichts auf der Welt, da es sich hierbei um das Geschäftsgeheimnis schlechthin handelt. Diese technische Auswertung der Daten ist so ausgereift, dass sie besser sein soll als bei allen anderen Anbietern – das zumindest verspricht die Schufa ihren Kunden. Doch wenngleich ein Computer im Prinzip immer diskriminierungs- und fehlerfrei vorgeht, gibt es Zweifel, ob das in der Praxis auch wirklich immer so funktioniert.

Wie kann der Menschen den Algorithmus kontrollieren?

Wenn man mit Inhabern von einem Online-Konto ohne Schufa über die Schufa spricht, dann ist einer der größten Kritikpunkte immer wieder, dass niemand weiß, was der Algorithmus denn genau macht. Niemand versteht, wie aus bestimmten Dingen, die der Schufa übermittelt werden, ein Score-Wert entsteht, der dann im Prinzip über das gesamte Leben bestimmten kann. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, inwieweit überhaupt noch Menschen den Algorithmus kontrollieren können oder ob der Computer längst autark agiert? Bei der Schufa werden zwar Einzelfälle auch weiterhin von Menschen geprüft, doch im Normalfall macht der Algorithmus die gesamte Arbeit.

Welche Variablen spielen wirklich eine Rolle?

Besonders stellt sich die Frage, welche Aspekte bei der Schufa-Berechnung die wichtigste Rolle spielen. Der Algorithmus berechnet sich zwar aus bestimmten Werten, welche die Schufa auch veröffentlicht, doch wie diese gewichtet sind, weiß niemand. Dazu kommt, dass unklar ist, wie die Variablen zusammenspielen. Auch größere Tests konnten kein klares Bild davon zeichnen, welchen Einfluss bestimmte Faktoren aufeinander haben und welche Bedeutung das am Ende dafür hat, dass ein Verbraucher eine bestimmte Bonität hat. Deshalb ist es auch so schwer zu sagen, was am Ende für eine schlechte Bonität sorgen kann und was nicht weiter schlimm ist. Bekannt ist nur, dass Daten wie der Wohnort nur dann verwendet werden, wenn zu wenige Daten über einen Verbraucher vorliegen, um anders zu einem Ergebnis zu kommen. Doch Experten zweifeln immer wieder darum, ob zum Beispiel demografische Angaben wirklich keine Rolle beim Scoring spielen – es weiß schlichtweg niemand, wie der Algorithmus genau vorgeht.

Wie kann der Algorithmus unter Kontrolle bleiben?

Immer öfter kommt auch die Vermutung auf, dass der Schufa-Algorithmus sich selbst weiterentwickeln könnte. Auch wenn dieser also dazu gedacht war, komplett diskriminierungsfrei und damit besser als ein Mensch vorzugehen, könnte sich genau das ändern, wenn sich der Algorithmus selbst trainiert. Ein Beispiel dafür bietet der Online-Händler Amazon, der Bewerber vor wenigen Jahren über ein Scoring-System mit einem Algorithmus vorsortiert hat. Grundsätzlich diskriminierungsfrei, doch auf Grund von unabhängigen Variablen hat sich der Algorithmus so weiterentwickelt, dass Frauen irgendwann benachteiligt wurden. Natürlich heißt das nicht, dass Vergleichbares auch bei der Schufa passieren wird, allerdings sind sich viele Experten einig, dass es an der notwendigen Kontrolle fehlt. Mehr Transparenz – das wünschen sich auch alle Inhaber von einem Online-Konto ohne Schufa.


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