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Immer mehr Armut in Deutschland

Die Armutsquote in Deutschland steigt wieder. Laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband sind mittlerweile 13,2 Millionen Menschen betroffen.

Die Armut in Deutschland nimmt weiter zu, anders als das Statistische Bundesamt vor wenigen Wochen erklärt hat – da ist sich der Paritätische Wohlverbandsverband sicher. Aus Daten des Mikrozensus hat die Organisation ausgewertet, dass die Armutsquote in Deutschland im Jahr 2019 und damit schon vor Corona um einen Wert von 0,4 Prozentpunkten gestiegen ist. Im Vorjahr hatte es noch einen leichten Rückgang der Armut gegeben, über eben diesen hat mit Verzögerung auch das Statistische Bundesamt berichtet und deshalb einen Rückgang prognostiziert. Eine Trendwende im Kampf gegen die Armut gibt es allerdings in der Praxis nicht.

13,2 Millionen Menschen von Armut betroffen

Die Auswertung des Paritätischen Wohlfahrtverbands macht deutlich, dass die Zahl der von Armut betroffenen Menschen im letzten Jahr noch einmal relevant gestiegen ist. Trotz eines Wachstums der Bevölkerung ist die absolute Zahl der Betroffenen noch einmal stark gestiegen. Mittlerweile, so der Wohlfahrtsverbund, sind insgesamt 13,2 Millionen von Armut betroffen. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung und ein Rekord in der statistischen Auswertung von Armut in Deutschland. Dabei sind die Folgen und der Einfluss des Coronavirus in den Daten noch überhaupt nicht zu bemerken, da die vollen Effekte der aktuellen Entwicklung erst in der Auswertung für 2020 und voraussichtlich besonders für 2021 durchschlagen werden.

Wohlfahrtsverband sieht wachsende Ungleichheit

Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht das größte Problem im Land darin, dass die Ungleichheit immer weiterwachse. Deutschland sei „ein in wachsender Ungleichheit tief zerrissenes Land“, erklärt Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Wirklich überraschend kommt das nicht, denn gerade viele Inhaber von einem Produkt wie dem Onlinekonto ohne Schufa wissen, wie stark die Schere zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren auseinander gegangen ist. Der Bundesregierung wirft Schneider entsprechend eine „armutspolitische Verweigerungshaltung“ vor – „Gegen Armut hilft Geld“, ergänzt er.

Umstrittene Definition von Armut

Die Auswertung des Wohlfahrtsverbands hat zumindest laut Experten eine große Schwäche. Die Rede ist beim Thema Armut immer von der Schwelle von 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. Wer weniger als das verdient, gilt nach der Definition als arm. Deshalb sprechen andere Verbände und Statistiker häufig auch von Armutsgefährdung und nicht direkt von Armut. Die Schwäche des Kennwerts liegt darin, dass bei durchschnittlich steigenden Einkommen üblicherweise auch die Armut wächst – wenn alle reicher werden, ist ein größerer Teil der Bevölkerung arm. Deshalb ist der Kennwert umstritten, wenngleich die Argumentation natürlich das Argument der steigenden Ungleichheit im Land stärkt. Diese ist leider nicht mehr zu übersehen und dürfte sich durch die Coronakrise auch noch einmal verstärken.


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