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31.10.2016

In Norddeutschland gibt es mehr Privatinsolvenzen

Neue Statistiken zeigen: Beim Thema Privatinsolvenz bleiben die Norddeutschen weiterhin trauriger Spitzenreiter. In dieser Region setzen demnach wohl auch die meisten Verbraucher auf eine Schuldnerberatung und Produkte wie das Online-Konto ohne Schufa. Doch wie kommt es zu dieser Diskrepanz und warum ist gerade Norddeutschland überproportional betroffen? Auch 2016 wird sich nichts ändern: Die Norddeutschen melden überproportional häufig Privatinsolvenz an. An der wirtschaftlichen Situation kann das nur bedingt liegen, denn vielen Bundesländern geht es deutlich schlechter als beispielsweise Niedersachsen. Vielmehr müssen die Gründe für die Probleme in den norddeutschen Bundesländern an anderer Stelle liegen. Besonders schlimm ist die Situation übrigens in Bremen: Hier müssen auf je 100.000 Einwohner immerhin 111 Menschen Privatinsolvenz anmelden. In Hamburg sind es 90, in Niedersachsen 88. Damit sind die drei Bundesländer Spitzenreiter in der traurigen Statistik, die jedes Jahr von der Wirtschaftsauskunftei Bürgel erhoben wird. Auch in Schleswig-Holstein sieht es nicht viel besser aus. Doch wie kommt es, dass die norddeutschen Bundesländer die Statistik anführen?

Wirtschaftliche Situation ist nicht der Hauptindikator

© Chrisharvey | Dreamstime Stock Photos

Den norddeutschen Bundesländern mag es wirtschaftlich weniger gut gehen als beispielsweise Bayern oder Baden-Württemberg, doch problematisch ist die Situation eigentlich nicht. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf sind die norddeutschen Länder eigentlich sogar eher weiter oben angesiedelt. Es kann also nicht wirklich an der Wirtschaftskraft liegen, dass in Hamburg, Bremen und Niedersachsen besonders viele Verbraucher auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa angewiesen sind. Zumal besonders in Niedersachsen die durchschnittlichen Löhne durch die guten Geschäfte von VW in den letzten Jahren recht stark gestiegen sind. Gleichzeitig fiel die Zahl der Privatinsolvenzen im Vergleich zum Rest von Deutschland allerdings nicht überproportional stark. Das gilt auch für die anderen norddeutschen Bundesländer.

Höhere Privatinsolvenzen in Großstädten sind normal

Eine Erklärung für die hohen Privatinsolvenzzahlen kann man an anderer Stelle finden. Generell lässt sich erkennen, dass die Zahl der Privatinsolvenzen in Großstädten besonders groß ist. Auch in reichen Städten wie München oder Regensburg in Bayern sind deutlich mehr Menschen von einer Privatinsolvenz betroffen als in ländlichen Regionen. In Großstädten setzen außerdem mehr Verbraucher auf ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung. Zwar sind die Löhne in Großstädten grundsätzlich höher, dafür sind allerdings auch die Lebenshaltungskosten entsprechend gehoben. Die Entwicklung der letzten Jahre hat in dieser Hinsicht dazu geführt, dass die Diskrepanz zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten immer weiter auseinandergegangen ist. Entsprechend müssen besonders viele Verbraucher aus der früheren Mittelschicht um ihre finanzielle Zukunft bangen. Ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung können in dieser Hinsicht ein wenig Sicherheit bringen!

Mehr Schicksalsschläge in Norddeutschland

Eine andere Begründung könnte die höhere Zahl an Schicksalsschlägen in Norddeutschland sein. Durch die Pleite einiger großer Redereien und anderer Unternehmen aus dem Dunstkreis der Schiffswirtschaft haben zu vielen spontanen Entlassungen geführt. Gerade diese sind oft dafür verantwortlich, dass Verbraucher auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen müssen. Die steigende Zahl der Schicksalsschläge führt entsprechend dazu, dass auch die Zahl der Privatinsolvenz überproportional ansteigt. Auch hier sind die Unterschiede aber nicht so groß, dass sie als alleinige Erklärung für die Entwicklung dienen können. Es scheint noch weitere Gründe für die Diskrepanzen zu geben.

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