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Ist der Jobbmarkt wirklich ein Vorbild?

Statistik ist so eine Sache – laut einer Studie von EY hat sich Deutschland in den letzten Jahren zu einem echten Jobparadies entwickelt. Doch stimmt das wirklich?

Glaubt man der Statistik, dann kann man es kaum besser haben, als in Deutschland Arbeitnehmer zu sein. Zumindest zeigen die Zahlen einer neuen Studie des Beratungsunternehmens EY, die der Welt vorliegen, eine unglaubliche Entwicklung. Demnach wurden in Deutschland seit der Finanzkrise im Jahr 2007 insgesamt mehr als doppelt so viele Stellen geschaffen wie in allen anderen Ländern der Europäischen Union zusammen – wohlgemerkt sind darunter Staaten wie Großbritannien oder Frankreich.

Beschäftigungsrekord durch prekäre Arbeitsverhältnisse?

Wie problematisch Statistik sein kann, wissen viele Verbraucher, die auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa setzen. Die Statistik von EY zeigt nämlich ein im Prinzip nur positives Bild: Ganze 45,5 Millionen Beschäftigte könnte es in Deutschland in diesem Jahr geben – so viele wie nie zuvor. Im Jahr 2007 lag die Zahl noch bei weniger als 40 Millionen, eine unglaubliche Entwicklung. Doch man muss sich fragen, was für Jobs geschaffen wurden: Handelt es sich primär um Zeitarbeit, um befristete Jobs, um Teilzeitarbeitsverhältnisse? Experten sind sich einig, dass diese sogenannten atypischen Jobs in den letzten Jahren deutlich mehr geworden sind – ein Jobwunder auf Kosten der Arbeitnehmer also?

Wie gut steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern da?

Immerhin muss man allerdings die Entwicklung des Landes im Vergleich zu anderen Staaten in der Europäischen Union positiv hervorheben, denn auch „normale“ Arbeitsverhältnisse wurden in Deutschland deutlich mehr geschaffen als in anderen Ländern der Europäischen Union. In der gesamten EU sind „nur“ knapp mehr als 10 Millionen Jobs entstanden – davon mehr als ein Drittel in Deutschland. Die Erwerbslosenquote ist in Deutschland entsprechend auf einen Wert von nur noch 3,1 Prozent gefallen – in Italien liegt sie bei 9,9 Prozent, in Spanien bei 14,4 Prozent und in Griechenland sogar bei 17,3 Prozent. Bei allen negativen Entwicklungen in Hinblick auf die Art der Arbeitsverhältnisse ist die allgemeine Entwicklung dennoch sehr positiv.

Geht das Jobwunder in den nächsten Jahren weiter?

Die Geister scheiden sich aktuell ein wenig, wie sich Deutschland und die anderen Länder der Europäischen Union in den kommenden Jahren entwickeln. Die Studie von EY sieht in Deutschland auch im neuen Jahr einen weiteren Jobboom – insgesamt sollen 200.000 Stellen hinzukommen. Doch nicht nur Deutsche werden davon profitieren: Schon in den letzten Jahren wurden 40 Prozent der neuen Jobs von Bürgern aus anderen Staaten gefüllt. Dennoch wird die Erwerbslosenquote laut EY fallen – andere Wirtschaftsforscher sehen allerdings einen Anstieg. Man kann entsprechend gespannt sein, ob das deutsche Jobwunder wirklich langfristig auch den Arbeitnehmern hilft.


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