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Ist die Schufa schlechter als vergleichbare Systeme in anderen Ländern?

Die Schufa hat in Deutschland nicht gerade einen guten Ruf. Doch wie ist eigentlich die Situation in anderen Ländern?

Kredite sind natürlich generell ein komplexes Thema. Keine Bank möchte einem Verbraucher einfach hohe Summen leihen, ohne etwas über ihn zu wissen: Gerade deshalb ist es in den allermeisten Fällen auch schwierig, einen Kredit zu bekommen. Zumindest dann, wenn die Schufa-Auskunft keine positiven Signale sendet. Die Schufa betont immer wieder, dass nur durch ihre Existenz überhaupt so viele Kredite vergeben werden könnten. Zudem, so heißt es immer wieder, seien mehr als 95 Prozent der Deutschen bei der Schufa sehr positiv bewertet und hätten somit beste Chancen auf einen Kredit. Doch was ist mit den anderen fünf Prozent, denjenigen, die beispielsweise mit Schulden zu kämpfen haben oder auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen?

Scoring-Systeme gibt es auch anderswo

Besonders über China wird in Deutschland gerne gesprochen, auch was das Thema Schufa angeht. Im Reich der Mitte, dem bevölkerungsreichsten Land der Welt, gibt es ein vergleichbares System. Dieses geht aber noch deutlich weiter und ist fast schon eine Art Sozial-Scoring. Während in Deutschland von der Schufa großenteils Daten rund um die Finanzen erfasst werden, sind es in China auch viele weitere Daten. Dazu gehören beispielsweise auch soziale Kontakte oder etwa das Verhalten in sozialen Medien. Der Beruf, das Einkommen und viele weitere Faktoren können später rund um Kredite eine wichtige Rolle spielen. Die Macher des Systems sehen natürlich allen voran positive Effekte – für all diejenigen, die sich „richtig“ verhalten. Doch nicht nur in China, auch beispielsweise in Großbritannien oder Frankreich gibt es Scoring-Systeme.

Weniger Kredite in Ländern ohne „Schufa“

Fest steht auch, dass die Zahlen eine klare Sprache sprechen. In Ländern, die ohne ein Scoring-System auskommen, gibt es deutlich weniger vergebene Kredite. Auch die durchschnittlichen Kreditsummen sind in Ländern, die keine „Schufa“ im klassischen Sinne haben geringer. Das heißt konkret, dass die Scoring-Systeme scheinbar doch etwas bringen. Alles bleibt natürlich dennoch die Frage, ob die Systeme komplett fair sind. Besonders in der Kritik steht die Schufa hierbei immer deshalb, weil es an Transparenz fehlt. Niemand weiß wirklich, wie die verschiedenen Werte der Schufa ermittelt werden. Entsprechend fühlen sich so einige Menschen auch benachteiligt und kritisieren das System als Ganzes. Doch ist dies berechtigt?

Fehler bei der Schufa bleiben ein Problem

Verschiedene Gerichte haben bereits über die Schufa geurteilt – und diese dabei fast immer in Schutz genommen. Ein Urteil in höchster Instanz hat beispielsweise die Geheimhaltung des Algorithmus zur Bestimmung der Bonität bestätigt – ein Meilenstein für die Schufa. Doch das bedeutet natürlich nicht, dass Kritik an der Schufa nicht berechtigt ist. Noch immer kommt es immer wieder zu relevanten Fehlern, die einen gravierenden Einfluss auf das Leben bestimmter Verbraucher haben. Wenngleich das Schufa-System im Ganzen also durchaus funktioniert, gibt es gerade im Detail doch weiterhin große Schwächen. Mehr Transparenz und weniger Fehler sind das Rezept für eine bessere Schufa. Ob das Scoring dadurch am Ende besser oder schlechter ist, als in anderen Ländern, lässt sich schwer sagen. Fest steht allerdings, dass in Deutschland vergleichsweise viele Kredite vergeben werden und diese zudem auch recht zuverlässig zurückgezahlt werden.


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