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25.12.2018

Junge Männer werden bei der Schufa benachteiligt

Die Schufa ist und bleibt für viele ein Mysterium – doch die Praktiken geraten immer mehr in die Kritik, besonders wegen Unregelmäßigkeiten.

Wenn Verbraucher auf ein Online-Konto ohne Schufa setzen und eine Schuldnerberatung nutzen, liegt das meist an finanziellen Problemen oder Schwierigkeiten mit der Schufa. Doch gerade Letzteres steht eben nicht immer in direktem Zusammenhang zu den eigenen Finanzen, denn wie Recherchen von Journalisten zeigen, hängt eine schlechte Bonität nicht immer mit dem eigenen Finanzverhalten zusammen. Besonders erstaunlich ist bei einer investigativen Studie vom Spiegel und dem Bayerischen Rundfunk ein Aspekt: Junge Männer werden von der Schufa scheinbar grundsätzlich als weniger verlässlich in finanziellen Dingen eingeschätzt – ohne dass sie sich etwas zu Schulen hätten kommen lassen. Ein Kuriosum, das Verbraucher systematisch benachteiligen könnte.

Hohe Komplexität der Schufa Score sorgt für Ungereimtheiten

Die meisten Inhaber von einem Online-Konto ohne Schufa haben in ihrem Leben bereits eine Schufa-Auskunft beantragt. Die Daten, die man erhält, sind allerdings äußerst undurchsichtig. Neben der „Bedeutung insgesamt“, also dem Urteil, ist in der Auskunft ein Scorewert, eine Ratingstufe und eine Erfüllungswahrscheinlichkeit angegeben. Dazu kommen die einzelnen Werte zu bestimmten Themen, angegeben von - - bis + + mit insgesamt fünf Stufen. Dieses „Risiko in Datenarten“ wird für „Bisherige Zahlungsstörungen“, „Kreditaktivität letztes Jahr“, „Kreditnutzung“, „Länge Kredithistorie“, „Allgemeine Daten“ und „Anschriftdaten“ ermittelt. Nicht in jedem Fall gibt es in allen Bereichen Daten, besonders problematisch ist aber etwas anderes: Der Bereich der allgemeinen Daten, denn hier geht es wohl allen voran um Geschlecht und Alter.

Junge Männer haben eine besonders schlechte Bonität

Journalisten vom Spiegel und dem Bayerischen Rundfunk haben die Schufa-Daten von jungen Männern mit denen von älteren sowie Frauen verglichen, die ansonsten sehr ähnliche Werte vorwiesen. Das Ergebnis: Die Bonität von jungen Männern ist im Schnitt signifikant schlechter als die von älteren Männern genauso wie die von Frauen im selben Alter. Den Grund daran sehn die Journalisten darin, dass Männer unter 25 Jahren bei den „allgemeinen Daten“ fast immer negativ (- oder - -) bewertet werden, bei der Stichprobe in insgesamt mehr als 80 Prozent der Fälle. Auch bei Männern zwischen 25 und 30 ist die Bewertung in diesem Bereich stark negativ, erst danach nimmt der Effekt des jungen Alters ab. Gegenüber Frauen haben Männer bei den allgemeinen Daten aber scheinbar generell Nachteile. Vermutlich vergleicht die Schufa hier mit anderen Menschen desselben Geschlechts in derselben Alterskohorte, das erklärt auch die besseren Werte von Frauen im Allgemeinen, denn diese machen im Schnitt deutlich seltener Schulden als Männer.

Benachteiligung bestimmter Gruppen ist zumindest fraglich

Nun stellt sich natürlich die Frage: Ist diese Art der Auswertung fair? Genau das muss man in Frage stellen, denn nur weil ein Mann im jüngeren Alter einen Kredit möchte, muss er mehr bezahlen oder hat sogar keine Chance einen solchen zu bekommen. Der Grund dafür ist kein eigener Fehler, sondern schlichtweg die Kombination aus Geschlecht und Alter. Gleichzeitig wird die Schufa diese Art der Benachteiligung wohl damit erklären, dass Männer im jüngeren Alter schlichtweg ein höheres Kreditausfallrisiko haben. Dennoch muss man sich fragen: Ist es fair, dass die Schufa Verbraucher nicht individuell, sondern auch anhand allgemeiner Daten zu bestimmten Personengruppen bewertet? 


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