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02.09.2019

Kinderarmut in Deutschland wird schlimmer

Schulden führen immer wieder auch zu Kinderarmut und trotz stark steigender Zahlen in Deutschland wird das Thema selten ernstgenommen.

Welche Rolle spielt Kinderarmut in Deutschland wirklich? Glaubt man aktuellen Statistiken, dann wird die Problematik immer relevanter. Betroffen sind je nach Region 10 Prozent und mehr der jeweiligen Altersgruppen. Wie problematisch die Zahlen sein können, zeigt der Fall der Stadt Greven in Nordrhein-Westfalen. Hier lebt jeder zehnte Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren in Armut, bei den unter 15-jährigen Kindern liegt der Anteil sogar bei 13,7 Prozent – damit ist sogar fast jedes achte Kind in Greven von Kinderarmut betroffen.

Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe bedeuten Armut

Die Auswertung der Bertelsmann Stiftung baut dabei auf zwei Faktoren, die im Sinne der Studie für Armut sprechen. Die Statistiker erklären der Einfachheit halber, alle Verbraucher für arm, die entweder Arbeitslosengeld II (Sozialleistungen nach SGB II) oder Sozialhilfe (Sozialleistungen nach SGB XII) erhalten. Dies ist sicherlich eine vereinfachte Darstellung von Armut, ein grobes Bild zeigen diese statischen Werte allerdings dennoch. In Greven waren hiervon insgesamt 8,5 Prozent der Bevölkerung betroffen, was im Deutschlandvergleich sogar ein relativ durchschnittlicher Wert ist. Dabei darf man nicht vergessen: Bei Statistiken wie diesen gibt es eine hohe Dunkelziffer, denn keineswegs jeder gibt sich die Blöße überhaupt zum Sozialamt zu gehen.

Anstieg bei der Kinder- und Jugendarmut

Besonders problematisch ist zweifelsfrei, dass die Werte sowohl bei der Kinder- als auch bei der Jugendarmut in den letzten Jahren gestiegen sind, weil auch die Zahl der Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld-Empfänger gestiegen ist. Laut der Statistik sind etwa in Greven 2013 noch 13,2 Prozent der Kinder von Kinderarmut betroffen gewesen, heute sind es 13,7 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Bezieher von Sozialleistungen von 6,4 auf 8,5 Prozent in die Höhe geschnellt. Die durchschnittlichen Einkommen und die Kaufkraft steigen in der Stadt gleichzeitig, was wiederum ein guter Indikator dafür ist, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht.

Kampf gegen Kinderarmut wird nicht ernst genommen

Wenngleich überschuldete Verbraucher etwa mit einer Schuldnerberatung und einem Online-Konto ohne Schufa durchaus gegen ihre schwierige Situation ankämpfen können, ist dies für diejenigen ohne Job oder mit geringem Gehalt umso schwieriger. Gerade Familien mit Kindern müsste deutlich mehr geholfen werden, denn ansonsten drohen die Zahlen bei der Kinderarmut in den kommenden Jahren noch deutlich stärker zu steigen. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass sich an diesem Trend viel ändern wird, denn während die Altersarmut langsam in der Mitte der Gesellschaft ankommt, wird über die Kinderarmut noch immer zu selten gesprochen.


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