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Kleinkredite gewinnen in der Krise an Bedeutung

Die Lage von Wirtschaft & Privathaushalten in Deutschland ist überraschend stabil – es gibt allerdings auch einige bedenkliche Tendenzen.

Wenn es um finanzielle Sicherheit geht, sind die Deutschen meist besonders bedacht unterwegs. Hierzulande ist es normal, dass Verbraucher darauf setzen, lieber sicher als risikoreich zu agieren. Dass das nicht immer der richtige Weg ist, zeigt sich an den ausbleibenden Gewinnen der Deutschen in den Haussen an der Börse. Gleichzeitig allerdings hat sich das Konzept in der Coronakrise bewehrt, denn die Zahl der verschuldeten Verbraucher ist trotz der Verwerfungen nicht gestiegen. Allerdings gibt es mit Blick auf Kleinkredite problematische Entwicklungen.

Jeder fünfte abgeschlossene Kredit ist ein Kleinkredit

Wie aus dem Risiko- und Kredit-Kompass 2021 der Schufa hervorgeht, war im Jahr 2020 jeder fünfte abgeschlossene Kredit (19,9 Prozent) ein sogenannter Kleinkredit. Das sind Kredite, bei denen die Summe insgesamt maximal 1.000 Euro beträgt. Abgeschlossen werden solche Finanzierungen in den allermeisten für Warengruppen wie Elektronikgeräte oder Haushaltsgeräte. Wer beispielsweise einen Fernseher auf Raten kauft, setzt meist auf einen Kleinkredit. Stark beworben werden solche Angebote immer öfter auch im Online-Handel, der im letzten Jahr einen regelrechten Boom erlebt hat. Immer mehr Verbraucher haben sich dabei scheinbar auch dazu hinreißen lassen, auf einen solchen Kredit mit geringer Höhe zu setzen.

Größerer Anteil an Kleinkrediten als „Lockdown-Effekt“

Im Jahr 2019 hatte der Anteil der sogenannten Kleinkredite noch bei 17,6 Prozent gelegen, was einen überraschend starken Effekt der letzten Monate zeigt. Experten gehen davon aus, dass die höhere Zahl der Kleinkredite mittelfristig Folgen haben könnte, denn meist werden diese Kredite abgeschlossen, da kurzfristig nicht genügend Geld für eine Anschaffung vorhanden ist. Dazu passt auch, dass nur bei den Kleinkrediten ein relevantes Wachstum zu beobachten war. Auch Ole Schröder, Mitglied des Vorstands der SCHUFA Holding AG, interpretiert die Daten entsprechend: „Dass 2020 allerdings der Anteil der kleinen Kredite von bis zu 1.000 Euro wieder gestiegen ist, lässt einen "Lockdown-Effekt" vermuten.“

Durchschnittliche Kredithöhe steigt weniger stark

Dass man sich deshalb allerdings keine Sorgen um eine große Welle von Verbraucherinsolvenzen machen muss, die auf einmal auf eine Schuldnerberatung und ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa angewiesen sind, zeigt sich mit Blick auf die durchschnittliche Kredithöhe. Diese stieg nur noch um 2,2 Prozent auf nun mehr 12.988 Euro – in den Vorjahren fiel der Anstieg mit Werten von mehr als 10 Prozent noch deutlich höher aus. Generell fällt auf: Der Großteil der Kredite wird weiterhin für größere Lebensanschaffungen abgeschlossen – fast die Hälfte sogar für Kredite jenseits der Marke von 10.000 Euro. Das deutet darauf hin, dass die Deutschen mit Krediten weiter sehr gewissenhaft umgehen – der Krise zum Trotz. 


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