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Kontowechselservice funktioniert weiterhin nicht problemlos

Beim Girokontowechsel sollte man es möglichst einfach haben. Das schreibt auch der Gesetzgeber vor. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Der sogenannte Kontowechselservice soll es sehr einfach machen, das eigene Konto von einer Bank zu einer anderen zu wechseln. Das gilt beim Übergang von Filialbank zu Filialbank genauso wie beim Übergang von Filialbank zu Direktbank. Auch wer auf ein Produkt wie das Onlinekonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, kann den Kontowechselservice in Anspruch nehmen. Dies ist seit dem letzten Jahren sogar gesetzlich vorgeschrieben, sodass jeder Verbraucher grundsätzlich einfach an ein neues Girokonto kommen sollte. Allerdings ist die Praxis nicht ganz so rosig, denn wie eine neue Umfrage zeigt, weiß gerade einmal ein Fünftel aller Verbraucher, was der Kontowechselservice überhaupt ist und wie er konkret ausgestaltet ist. Genutzt wird das Angebot deshalb deutlich seltener, als sich der Gesetzgeber erhofft hatte.

Kontowechsel war für Kunden nie einfach

Dass der Gesetzgeber überhaupt tätigt geworden ist, liegt daran, dass der Kontowechsel eine vergleichsweise komplexe Sache ist. Wer das Konto wechselt, der muss unter anderem alle Lastschriftgeber, also etwa den Arbeitgeber oder Versicherungen, informieren. Dazu kommt die Übertragung von Daueraufträgen und vieles mehr. Entsprechend schwierig war der Kontowechsel vor dem neuen Angebot, das seit Herbst 2016 gesetzlich vorgeschrieben ist. Seitdem müssen sich die Banken um den gesamten Wechselprozess kümmern, sodass Verbraucher es einfacher haben, das Konto zu wechseln. Dabei besteht sogar eine Kooperationspflicht, was konkret bedeutet, dass beide Seiten rund um den Kontowechselservice zwingend zusammenarbeiten müssen. Dies ist besonders dahingehend wichtig, dass kundenverlierende Banken bislang wenig Interesse an einer Hilfe für die abwandernden Kunden hatten – eine Blockade ist nun aber nicht mehr erlaubt.

Weiterhin Hürden beim Kontowechsel

Wer sich für den Wechsel zu einem Produkt wie dem Onlinekonto ohne Schufa entscheidet, stößt allerdings leider auch weiterhin auf so manche Probleme. Zwar sollte der Wechsel in der Theorie sehr einfach sein, doch besonders die abgebende Bank verzögert den Prozess teilweise. Dazu kommt, dass die notwendige Bürokratie für den Kontowechsel vergleichsweise komplex ist. Selbst ausgebildete Bankkaufleute verzweifeln immer wieder an den verschiedenen Formularen. Auch die unterschiedlichen Systeme der Banken sind ein Problem, das die Übertragung von Lastschriftmandaten und Daueraufträgen schwierig macht. Zudem müssen Kunden bei bestimmten Übertragungsdienstleistungen, etwa der Information von regelmäßigen Überweisungsgebern, zustimmen. Experten sehen entsprechend auch noch viel Nachholbedarf und verweisen darauf, dass teilweise selbst freiwillig von Banken bereitgestellte Kontowechselhilfen oft besser funktionieren, als das staatliche Angebot.

Altes Konto vorerst weiterlaufen lassen

Wenngleich der Kontowechselservice also alles vereinfachen sollte, bleiben auf dem Weg zum neuen Konto auch weiterhin einige Hürden. Deshalb ist es auch ratsam, dass man das alte Konto vorerst weiterlaufen lässt. So kommen auch Überweisungen an, die noch auf das alte Konto gehen. Auch bei möglichen Abbuchungen ist man so vor unangenehmen Folgen geschützt. Zwar gibt es für die Banken beim Kontowechselservice eine Haftung, sofern finanzielle Schäden für den Kunden entstehen, den Aufwand bei solchen hat der Kunde aber dennoch. Auch wenn man so also vielleicht ein paar Euro mehr bezahlt, lohnt es sich das alte Konto zumindest noch einige Monate aufrechtzuerhalten. Wenn sich dann alles eingespielt hat, kann man komplett auf das neue Konto wechseln.


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