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Kreditausfallquote könnte 2020 stark steigen

Kredite waren für Verbraucher schon immer eine relevante Gefahr – doch die Folgen des Coronavirus noch einmal besonders, weswegen Vorsicht geboten ist.

Die Zahl der Kredite ist in den letzten Jahren genauso stark gestiegen wie die Kreditsummen. Besonders durch neue Wettbewerber, Vergleichsportale im Internet sowie ausländische Banken, wurde das Geschäft zuletzt angeheizt, das Kreditvolumen ist 2019 auf einen Höchststand von 176,5 Milliarden Euro gewachsen. Natürlich liegt das auch daran, dass Konsumenten sich immer häufiger für einen Kredit entscheiden, um sich einen Traum zu erfüllen oder ein Haus, Auto oder ähnliche Anschaffungen zu finanzieren. Doch gerade in aktuellen Zeiten wächst das Risiko durch die Kreditschwemme der letzten Jahre.

Zahl der zahlungsunfähigen Verbraucher wird steigen

Wie groß die Gefahr tatsächlich ist, zeigt eine Prognose der Auskunftei Crifbürgel. Sie sieht einen Anstieg der Zahl der zahlungsunfähigen Verbraucher um mindestens 100.000 in diesem Jahr. Das wäre ein Plus von 11 Prozent zum Vergleichswert im Vorjahr. Damit einher geht in vielen Fällen auch, dass ein Kredit nicht mehr zurückgezahlt werden kann. Doch es könnte sogar noch schlimmer sein, denn Crifbürgel hatte nicht mit einem so starken Einbruch der Wirtschaft gerechnet. Dass die Folgen entsprechend noch größer werden könnte, zeigt das Absacken der „Rechnungstreue“ von Bankkunden. Wie das Handelsblatt in Berufung auf den Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen festgestellt hat, erklären 70 Prozent der Inkassofirmen, dass sie eine abnehmende Rechnungstreue wahrnehmen – ein starkes Indiz für Kreditausfälle in der Zukunft.

Kreditausfallquote wird wieder deutlich steigen

Experten rechnen dementsprechend damit, dass die Kreditausfallquote in den kommenden Monaten wieder stark steigen wird. Holger Sachse, Partner der Unternehmensberatung Boston Consulting Group, erwartet etwa einen Anstieg auf einen Wert von 2,5 Prozent, wie er gegenüber dem Handelsblatt erklärt. Auch Sachse weist aber darauf hin, dass auch höhere Werte möglich sind: „Das Ausmaß wird dabei auch von der Länge und Intensität des Lockdowns abhängen“. Dennoch sind die Zahlen noch vergleichsweise moderat, was auch von der Bundesbank bestätigt wird. Diese sieht noch nicht die Gefahr eines Ansturms von Kreditausfällen.

Krise trifft die meisten Verbraucher erst verzögert

Doch ob der Anstieg derjenigen, die in Finanznot geraten, am Ende wirklich moderat ausfallen wird, zeigt sich wohl erst deutlich später. Entsprechend gibt es auch viele warnende Stimmen, die davon ausgehen, dass Banken auf der einen und Verbraucher auf der anderen Seite in Bedrängnis geraten könnten. Dass in Deutschland bereits mehrere hunderttausend Menschen ihre Zins- und Tilgungszahlungen auf Basis eines neuen Gesetzes bis Ende Juni ausgesetzt haben, deutet bereits auf eine Gefahr hin. Es bleibt zu hoffen, dass die meisten Verbraucher es dennoch über den Berg schaffen, zum Beispiel auch mit Hilfe einer Schuldnerberatung oder von einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa.


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