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Maßnahmen im Kampf gegen die Überschuldung

Dass die Überschuldung im neuen Jahr zu einer Gefahr wird, steht außer Frage. Ein Regierungsberater warnt nun und rät zur Vorsorge.

Die nächsten Monate dürften hart werden mit Blick auf die Überschuldung und die finanzielle Situation vieler Haushalte. Darauf deuten schon seit einigen Monaten verschiedene Indikatoren hin und auch die meisten Experten sind sich sicher, dass ein Anstieg der Privatinsolvenzen nicht verhindert werden kann. Eine eindringliche Warnung spricht nun auch Peter Kenning, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen im Bundesverbraucherschutzministerium, aus. Es wäre nun wichtig, weitere Maßnahmen zu ergreifen, heißt es von Kenning im Handelsblatt.

Arbeitsplätze als wichtigster Schutz vor Überschuldung

Die Krise rund um das Coronavirus sorgt zweifelsfrei dafür, dass immer mehr Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr geraten. Schon im vergangenen Jahr sind trotz überraschend guter Entwicklung im Vergleich zu anderen Ländern mehrere hunderttausend Arbeitsplätze verloren gegangen. Dieser Effekt könnte sich in diesem Jahr noch einmal deutlich verstärken, mit gravierenden Folgen für die privaten Finanzen. Kenning sieht Maßnahmen deshalb als sehr wichtig an: „Am wichtigsten wäre dabei die Sicherung der Arbeitsplätze, denn deren Wegfall ist bekanntermaßen die Hauptursache der Überschuldung.“

Verbraucher sollten weiter ihr Einkommen beziehen

Wichtig ist laut Kenning allerdings nicht nur, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben, sondern insbesondere auch, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen für Verbraucher nicht verändern. „Um einen krisenbedingten Anstieg zu vermeiden, sollten Einkommensverluste vermieden werden“, erklärt er weiter. Das bedeutet auch, dass die Kurzarbeit nicht zu einem langfristigen Thema werden sollte oder Mitarbeiter beim Gehalt Abstriche machen müssen. Gerade die Situation von jungen und einkommensschwachen Verbrauchern müsste im Zuge dessen „enger in den Blick“ genommen werden, mahnt Kenning. Die richtigen Maßnahmen könnten dazu führen, dass ein Run auf die Schuldnerberatungen und Produkte wie ein Onlinekonto ohne Schufa vermieden wird. Allerdings müsse man laut Kenning bereits jetzt von politischer Sorge vorsorgen, um größere Probleme in den nächsten Monaten zu verhindern.

Initiative für einen Rettungsschirm für Verbraucher

Um die Menschen in Deutschland vor finanziellen Problemen infolge der Krise rund um das Coronavirus zu schützen, rät Kenning für einen sogenannten „Rettungsschirm für Verbraucher“. Ein solcher war bereits im letzten Jahr als Vorstoß von Experten und sechs Bundesländern im Gespräch, wurde schlussendlich aber nicht umgesetzt. Teil des Pakets sollen unter anderem eine Begrenzung der Inkassogebühren, weitere Beschränkungen für Firmen aus der Inkassobranche sowie eine Wiederauflage des Kreditmoratoriums sein. Wenn Verbraucher ausstehende Kredite erst später zurückzahlen müssen, haben sie bessere Chancen, sich finanziell über Wasser zu halten. Bleibt nur die Frage: Kommen die Maßnahmen rechtzeitig und kann den Verbrauchern in diesem schweren Jahr am Ende wirklich geholfen werden? 


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