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Mehr Transparenz bei den Gebühren ab 2019

Spätestens 2019 soll es rund um das Girokonto deutlich mehr Transparenz geben. Doch was bedeutet das wirklich und bringt es Verbrauchern etwas?

Wer auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa setzt, der findet online eine sehr gute Übersicht über die wichtigsten Gebühren und Kosten. Das ist leider nicht überall so, denn bei vielen Banken muss man für die wichtigsten Informationen rund um Kosten für Abhebungen, Transaktionen und den Dispositionskredit oft im Kleingedruckten suchen. Der Europäischen Union und Verbraucherschützern ist das schon lange ein Dorn im Auge, weswegen sich Ende des Jahres vieles ändern sollen. Durch die bereits ratifizierte EU-Zahlungskontenrichtlinie aus dem Jahr 2014, die am 31.10.2018 in weiterem Umfang in Kraft tritt, kommt ein erster Schritt: Verbraucher sollen im Internet Zugriff auf Webseiten haben, die einen komplett fairen und offenen Vergleich der Konditionen von Banken bieten.

18 Entgelte müssen klar benannt werden

Ab dem Jahr 2019 müssen die Banken in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union ihren Kunden dann darüber hinaus eine Aufstellung der wichtigsten erhobenen Gebühren und Kosten zukommen lassen. Damit nicht jede Bank selbst entscheidet, wurden 18 Kriterien benannt, die dem Verbraucher aufgezeigt werden sollen. Dazu gehören neben offensichtlichen Aspekten wie der Kontoführungsgebühr auch die Gebühren für Abhebungen, für Einzahlungen, für Transaktionen und für den Dispositionszins. Auch Gebühren für relativ versteckte Dienstleistungen wie geduldete Überziehung müssen zukünftig offen und transparent mit den Kunden kommuniziert werden. Dieselben Informationen sollen auch auf neutralen Vergleichsplattformen zu finden sein und Kunden damit wirklich ermöglichen, das beste Angebot schnell und übersichtlich ausfindig zu machen.

Zweifel von Verbraucherschützern

Doch so attraktiv die neue Regelung klingt, es gibt auch so einige Zweifel. Bislang werden die Vergleichsplattformen häufig von Provisionen gelenkt. Angezeigt werden als attraktivste Angebote nicht unbedingt die, die wirklich die besten Konditionen versprechen, sondern solche, die Vergleichsportalen die größten Provisionen bringen. Anbieter, die gar keine Provision zahlen, fallen auf den meisten Webseiten komplett raus. Die neuen gesetzlichen Regeln sehen allerdings ein Siegel vor, dass einen wirklich unabhängigen Vergleich – ohne die Verlockungen von Provisionen – zeigen soll. Verbraucherschützer haben aber ihre Zweifel, ob das Siegel sich wirklich durchsetzen wird und monieren, dass eine staatliche Lösung mit einer komplett unabhängigen Vergleichswebseite die bessere Wahl gewesen wäre. In Deutschland hat man sich dennoch für die marktwirtschaftliche Variante entschieden.

Bankdienstleistungen sind deutlich teurer geworden

Dass an der Gebührenschraube wie beim Online Konto ohne Schufa in den letzten Jahren nicht gedreht wurde, ist die absolute Ausnahme. Experten merken an, dass bei fast allen Banken in Deutschland in den letzten drei Jahren die Kosten für Verbraucher gestiegen sind. Teilweise ganz offen durch die Erhöhung der Kontoführungsgebühr, deutlich häufiger durch die versteckte Erhöhung von anderen Kosten rund um das Girokonto. Nicht überraschend ist die Zahl der wirklich kostenlosen Girokonten bei einer Auswertung aus dem August auf weniger als zehn Prozent gefallen. Dabei sind die zusätzlich für bestimmte Dienstleistungen anfallenden Kosten noch nicht einmal erfasst. Die neuen gesetzlichen Regeln könnten durch mehr Transparenz zumindest einen weiteren Anstieg der Kosten vermeiden – die Zeiten des kostenlosen Girokontos scheinen dennoch vorbei.


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