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12.03.2018

Mehr Transparenz dank Initiative "Open Schufa "

Die Initiative "Open Schufa" will etwas schaffen, das bislang noch niemandem gelungen ist: Sie will den Schufa-Score für Verbraucher nachvollziehbar machen und bittet dabei jeden um Mithilfe. Zwar wird die Schufa auch in Zukunft ihr Geschäftsgeheimnis behalten, doch das gesamte System Schufa könnte dank der Initiative wesentlich transparenter werden.

Die beiden Nichtregierungsorganisationen (NGO) Algorithmwatch und Open Knowledge Foundation wollen ein wenig die Welt verändern. Zumindest die Welt von denjenigen Menschen, die aktuell mit einer negativen Schufa zu kämpfen haben und damit einhergehend mit teils großen Problemen im täglichen Leben zurechtkommen müssen. Zwar planen die beiden NGOs nicht das System Schufa per se zu verändern, aber zumindest den gesamten Prozess transparenter zu machen. Zwar hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2014 klargestellt, dass die Score-Berechnung ein Geschäftsgeheimnis der Schufa AG ist. Doch die zwei Organisationen wollen auch einen anderen Weg gehen: Sie sammeln einfach die von der Schufa an Verbraucher herausgegebenen Daten und versuchen daraus Muster zu entdecken.

Initiative "Open Schufa" sammelt Schufa-Selbstauskünfte

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Der Plan der Organisationen hinter der Initiative "Open Schufa" ist dabei sowohl einfach als auch genial. Sie wollen keineswegs direkt mit der Schufa arbeiten, sondern richten sich an die Verbraucher. Jeder Deutsche, der die Selbstauskunft bei der Schufa angefordert hat, kann seine Daten beziehungsweise eine Kopie an die zwei NGOs weiterleiten. Diese planen die Datensätze an unabhängige Daten-Journalisten des Spiegel und des Bayerischen Rundfunks weiterzugeben.

Die Journalisten sollen die Daten dann anonymisiert auswerten und mit anderen Datensätzen vergleichen. Dadurch wollen die Beteiligten herausfinden, wie der Score berechnet wird und welche Kriterien eine Rolle spielen. Dabei besonders relevant: Die beiden Initiatoren wollen herausfinden, ob die Schufa bei der Berechnung des Scores diskriminierend vorgeht.

Die Schufa macht nachweislich auch Fehler

schufa

Ein großes Problem des sogenannten Scorings ist, dass die Schufa laut verschiedenen Studien eine „bedeutsame Anzahl“ an fehlerhaften Daten in ihren Datensätzen hat. Ein Gutachten des Verbraucherschutzministeriums hat dies beispielsweise im Jahr 2014 festgestellt. Wenngleich die Schufa ihre Systematik und auch die Datenschutzbestimmungen mittlerweile verschiedenen Landes- und Bundesbehörden offenlegt, hat die breite Masse weiterhin keinen Einblick in die Systematik. Auch Fehler im eigenen Schufa-Datensatz zu beheben, ist weiterhin äußerst kompliziert. Das gilt allerdings nicht nur bei der Schufa, denn das Unternehmen hat auch noch einige Konkurrenten. Die Schufa ist zwar der mit Abstand bekannteste Player auf diesem Gebiet, es gibt unter anderem mit Arvato Infoscore und Bürgel auch noch weitere.

Interessenskonflikt bei der neuen Initiative

Was genau die neue Initiative "Open Schufa" wirklich erreichen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Fraglich ist auch, wie aussagekräftig die gewonnen Erkenntnisse einer Stichprobe am Ende sein werden. Hinzu kommt ein Interessenskonflikt: Eines der beiden NGOs, Algorithmwatch, wird von der Bertelsmann-Stiftung finanziert. Auch Arvato Infoscore gehört zum Bertelsmann-Konzern. Zwar beteuern die Beteiligten unabhängig voneinander zu arbeiten, dennoch gibt es berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit. Wer sich auf die Ergebnisse von Open Schufa freut, sollte dies zumindest im Hinterkopf behalten. Für jeden, der auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzt, wäre mehr Transparenz aber sicherlich dennoch ein Gewinn.


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