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Österreich mit Rekordtief bei den Privatkonkursen

In Österreich gibt es so wenige Privatkonkurse wie zuletzt im Jahr 2006 – der Krise zum Trotz. Was sind die Hintergründe dieser Entwicklung?

Es sind verwirrende Zahlen: Das Coronavirus sorgt für einen Wirtschaftseinbruch, die Arbeitslosigkeit steigt. Gleichzeitig allerdings geht es bei den Privatinsolvenzen immer weiter bergab. In Österreich zeigt sich das besonders deutlich, denn hier wurden von Creditreform im Dezember mit Blick auf das bisherige Jahr so wenige Privatinsolvenzen gezählt wie in den letzten 14 Jahren nicht. Das klingt mit Blick auf die aktuelle Situation im ersten Moment bizarr, doch es gibt mehr als eine gute Erklärung.

Zahl der Privatkonkurse fällt auf nur 7.300

Der Privatkonkurs bietet in Österreich analog zur Privatinsolvenz in Deutschland die Möglichkeit für Privatpersonen mit überbordenden Schulden nach einer sogenannten Wohlverhaltensphase wieder neu zu starten. In Österreich liegt die Dauer wie in Deutschland bei fünf Jahren. Die Zahl eben jener Privatkonkurse ist dabei in den letzten Jahren zwar immer ein wenig gesunken, so stark wie im Jahr 2020 war der Rückgang laut Creditreform aber schon lange nicht mehr. Die Experten gehen ausgehend von den aktuellen Zahlen davon aus, dass es voraussichtlich nur zu etwa 7.300 Privatkonkursen kommen wird – in den letzten Jahren waren noch mehr als 10.000 neue Konkursverfahren im Jahr die Regel.

Verbraucher halten sich beim Konsum zurück

Der Rückgang der Privatkonkurse bemisst sich insgesamt auf 27 Prozent, was den enorm starken Rückgang im Krisenjahr verdeutlichen sollte – immerhin war im Vorjahr vom Coronavirus noch nichts zu spüren. Gleichzeitig sehen die Experten von Creditreform auch einen guten Grund für die auf den ersten Blick bizarre Entwicklung. Eben durch die Krise hätten die Verbraucher sich deutlich mehr auf das Sparen konzentriert und stattdessen auf Konsum verzichtet. Bei der Kreditaufnahme genauso wie bei Einkäufen des täglichen Lebens haben sich die Verbraucher durch die schwierige Situation zurückgehalten. Dadurch sind weniger Verbraucher in finanzielles Ungleichgewicht geraten, was wiederum dafür sorgt, dass die Zahl der Privatinsolvenzen zurückgeht.

Finanzieller Druck vom Staat genommen

Weiterhin erklärt Gerhard M. Weinhofer, Geschäftsführer des Gläubigerschutzverbandes Österreichischer Verband Creditreform: „Die Österreicherinnen und Österreicher sparen angesichts der unsicheren Wirtschaftslage und aus Angst um einen möglichen Jobverlust mehr als sonst. Das zeigt auch der bisher schwach anlaufende Weihnachtskonsum. Auch haben das großzügige Kurzarbeitsmodell sowie die Kredit- und Zinsmoratorien den finanziellen Druck bei manchen etwas entschärft.“ Ganz ähnlich sieht es auch in Deutschland aus, sodass möglicherweise auch der eine oder andere Inhaber von einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa aufatmen kann. Der Krise zum Trotz muss man nicht mehr Angst vor einer Privatinsolvenz haben als sonst


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