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21.12.2018

Ohne Negativeintrag zur schlechten Schufa

Jeder achte Deutsche wird von der Schufa zu Unrecht zum Risikofall ernannt – könnte das Folgen für die Schufa und ihre Praxis haben?

Journalisten des Bayerischen Rundfunk und des Spiegels haben insgesamt 2.000 Schufa-Auskünfte ausgewertet und kommen zu einem schockierenden Ergebnis – jeder achte Verbraucher in Deutschland wird von der Schufa zu einem Risikofall ernannt, obwohl dies überhaupt nicht der Fall ist. Im Rahmen der Recherche ist aufgefallen, dass die Schufa auch Verbraucher mit einem höheren Risiko einstuft, obwohl die Betroffenen ausschließlich positive Merkmale in ihrer Bonitätsauskunft haben. Gründe hierfür will die Schufa auf Nachfrage nicht nennen. Generell versteckt sich die Schufa gerne hinter einem Urteil des Bundesgerichtshof, der die Berechnung der sogenannten Scores als Geschäftsgeheimnis der Schufa beschreibt – an dieser Rechtfertigung gibt es immer größere Zweifel, wie die neuen Recherchen nicht zum ersten Mal zeigen.

„Erhöhtes“ oder „hohes Risiko“ kommen häufig vor

Eigentlich denken die meisten Verbraucher, auch diejenigen die auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen, dass eine gute Schufa durch positive Einträge zustande kommt. Eine negative Bonität entsteht dagegen dann, wenn man beispielsweise Rechnungen nicht pünktlich bezahlt oder bei einem Kredit in Verzug kommt. Das klingt soweit alles stringent und nachvollziehbar, doch leider ist es weit weg von der ganzen Wahrheit. Die Schufa behauptet etwa, dass über 90 Prozent der Verbraucher in Deutschland ausschließlich positive Einträge in ihrer Bonitätsauskunft hätten. Dadurch werde dem Verbraucher das Leben einfacher gemacht, behauptet die Schufa. Doch ist das auch wirklich so? Wie die Recherchen der Journalisten herausgefunden haben, muss sich nämlich jeder achte Verbraucher mit ausschließlich positiven Merkmalen damit abfinden, von der Schufa mit einem „erhöhten“ oder gar „hohen“ Risiko bewertet zu werden.

Schlechte Bewertung trotz oder wegen fehlender Informationen

Besonders aufgefallen ist bei der Recherche der Journalisten dabei, dass die schlechten Bewertungen der Verbraucher allen voran dann auftreten, wenn die Schufa kaum etwas über sie weiß. Das klingt im ersten Moment kurios – wenn es keine Informationen gibt, wie kann die Schufa dann einen schlechten Eintrag erstellen? Die Antwort darauf ist simpel: Unbekannte Verbraucher sieht die Schufa grundsätzlich als erhöhtes Risiko. In insgesamt 20 der 2.000 ausgewerteten Fällen wurden Verbraucher von der Schufa mit einem „erhöhten Risiko“ bewertet, obwohl dem Unternehmen aus Wiesbaden nur drei oder weniger Datensätze zu dem jeweiligen Verbraucher vorlagen. Selbst Verbraucher, die einzig und allein durch drei Girokonten auffallen, werden mit einem erhöhten Risiko bewertet – warum das so ist, bleibt im Dunkeln. Es fällt aber auf, dass fehlende Informationen zu einem Problem werden können, kurioserweise aber nicht für die Schufa, sondern für den Verbraucher.

Viele Fragezeichen und der Wunsch nach mehr Kontrolle

Was die Recherchen allerdings besonders deutlich machen ist, dass das System Schufa selbst mit einem Datensatz von 2.000 Schufa-Auskünften nicht erklärt werden kann. Auch wenn in diesem Fall einige Gruppen überproportioniert sind und die Studie allgemein nicht als repräsentativ gelten kann, zeigt sich doch, dass sich teilweise schon einfache Zusammenhänge nicht erklären lassen. Die Schufa mag dies als Geschäftsgeheimnis sehen, doch Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz. Bleibt die Frage: Steht die Politik am Ende hinter denjenigen, die auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen oder hinter den Gewinnbestrebungen der Schufa? 


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