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Privatinsolvenz im Ausland lohnt sich nich

Wenn es um den Abbau von Schulden geht, fällt immer auch wieder die Möglichkeit einer Privatinsolvenz im Ausland. Doch das ist selten eine gute Idee.

Wer mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat und trotz der Unterstützung von Produkten wie dem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung keinen guten Ausweg findet, muss meist damit beginnen, über eine Privatinsolvenz nachzudenken. Diese ermöglicht eine komplette Entschuldung ohne Restschulden und macht es damit möglich, dass man ohne Schulden noch einmal durchstartet. Gleichzeitig ist die Privatinsolvenz allerdings noch einmal mit Kosten verbunden, die zumindest dann eine Rolle spielen, wenn man das Verfahren schneller beachten möchte. Auch die Dauer des Verfahrens ist ein Problem, denn nach wenigen Monaten Vorarbeit folgt ein bis zu einem Jahr langes Gerichtsverfahren, ehe die drei bis sechs Jahre lange Wohlverhaltensphase beginnt. Gibt es da nicht schnellere und bessere Lösungen?

Privatinsolvenz im Ausland dauert weniger lang

Wer in einem anderen Land als Deutschland die Privatinsolvenz anmeldet, darf sich teilweise nicht nur über ein schnelleres, sondern auch ein bezüglich der Bedingungen milderes Verfahren freuen. Das gilt natürlich schon grundsätzlich für alle Länder, da einige überhaupt keine Privatinsolvenz kennen. In anderen Ländern sind die Regeln sogar strenger. Es gibt allerdings einige positive Ausnahmen, darunter beispielsweise Großbritannien, wo das Privatinsolvenzverfahren vergleichsweise locker ist. Auch in einigen anderen Ländern innerhalb der Europäischen Union kann die Insolvenz einfacher sein als in Deutschland. Doch die einfacheren Regeln und schnelleren Verfahren wirken nur auf den ersten Blick wirklich attraktiv. Die Regeln für die Erklärung einer Insolvenz in einem anderen Land sind alles andere als simpel.

Privatinsolvenz im Ausland nur mit Wohnsitz dort

Wer eine Privatinsolvenz in einem anderen Land anmelden möchte, muss in diesem mindestens sechs Monate vor dem Beginn des Verfahrens leben. Ein Umzug muss dabei vollständig und komplett erfolgen. Ein Zweitwohnsitz oder ein Meldeeintrag in Deutschland steht einer Insolvenz in einem anderen Land entgehen. Man muss für diesen Schritt also tatsächlich komplett auswandern. Dabei fallen natürlich noch einmal extreme Kosten an, die besonders für Menschen mit Schulden kaum bezahlbar sind. Dazu kommen beim Umzug viele bürokratische Hürden, die den Zeitvorteil einer Privatinsolvenz in Deutschland schnell wieder zunichtemachen. Nicht zu vergessen sind auch viele Regeln im Kleingedruckten, die eine Insolvenz außerhalb von Deutschland hoch komplex sind. Wirklich sinnvoll ist diese Option also eigentlich nie, so verlockend sie im ersten Moment auch klingen mag.

Privatinsolvenz in Deutschland ist flexibler geworden

Das Weglaufen ins Ausland ist heute auch nicht mehr zwingend notwendig, denn die Privatinsolvenz in Deutschland ist signifikant flexibler geworden. Mittlerweile ist es möglich, dass man das Verfahren nach nur drei Jahren beendet, wenn man die Verfahrenskosten begleicht und zudem mindestens 35 Prozent der Gesamtschulden zurückzahlt. Die Vorbereitungsphase und den Gerichtsprozess eingerechnet, ist der Kampf gegen die Schulden so nach immerhin vier Jahren beendet. Alternativ ist ein Ende der Privatinsolvenz auch nach fünf Jahren (nur Verfahrenskosten) oder sechs Jahren (keine Bedingungen) möglich. Wer dieses Verfahren allerdings durchzieht, ist danach wirklich schuldenfrei und muss sich keinerlei Sorgen mehr machen – und hat zudem keinen Aufwand mit einem schwierigen Umzug und muss sich im Ausland nicht mit Detailregeln eines anderen Insolvenzverfahrens beschäftigen.


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