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Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr nur leicht rückläufig

Im ersten Halbjahr 2019 gab es so wenige Privatinsolvenzen wie nie zuvor – doch schon im neuen Jahr könnte sich der Trend drehen.

Die Zahlen aus dem neuen Schuldenbarometer von Crifbürgel klingen im ersten Moment sehr positiv. Im ersten Halbjahr 2019 gab es so wenige Privatinsolvenzen wie nie zuvor in einem vergleichbaren Zeitraum. Betroffen waren von einer Insolvenz insgesamt 42.235 Verbraucher. Vor neun Jahren, im Jahr 2010, gab es noch 69.400 Pleiten im selben Zeitraum. Die Entwicklung könnte entsprechend kaum positiver sein, handelt es sich doch sogar schon um den neunten Rückgang in Folge. Doch warum sind dann nicht alle Experten positiv gestimmt?

Rückgang fällt mit 1,4 Prozent eher gering aus

Da ist zum einen der Blick hin zum genauen Verhältnis des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2019 zwar erneut zurückgegangen, aber eben nur um 1,4 Prozent. In den Vorjahren war der Rückgang der Insolvenzen immer deutlich stärker ausgefallen. Diese Entwicklung mag zumindest insofern nicht überraschen, dass auch immer mehr Menschen in Deutschland auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa setzen müssen, um finanziell nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Doch auch die wirtschaftliche Situation könnte eine Rolle spielen.

Leichter Rückgang für das Gesamtjahr erwartet

Immerhin erwarten Experten noch immer einen Rückgang für das Gesamtjahr 2019. Erwartet werden insgesamt etwa 88.000 Privatinsolvenzen, im Vorjahr waren es noch 88.995 gewesen. Der Rückgang liegt also auch hier „nur“ bei knapp über einem Prozent. Dies ist der schwächste Rückgang bei der Zahl der Privatinsolvenzen seit Jahren. Wenn sich nicht noch gravierend etwas ändert, muss man davon ausgehen, dass der Trend der positiven Entwicklung in puncto Privatinsolvenzen bald vorbei ist. Dies sollte zumindest insofern nicht überraschen, dass die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland seit Jahren stagniert.

Für 2020 wird ein Anstieg der Privatinsolvenzen erwartet

Besonders düster allerdings sieht die Prognose für das Folgejahr aus – und gerade das sollte stark zu denken geben. "Für 2020 erwarten wir wieder mehr private Insolvenzen in Deutschland. Die konjunkturelle Schwächephase hinterlässt langsam auch am Arbeitsmarkt leichte Spuren", heißt es von Christian Bock, dem Geschäftsführer von Crifbürgel. Nach neun Jahren mit stark rückläufigen Privatinsolvenzzahlen könnte es mit dem positiven Trend wieder vorbei sein. Sollte der wirtschaftliche Abschwung so ausfallen wie aktuell erwartet, muss man davon ausgehen, dass die Zahl der Privatinsolvenzen im neuen Jahr tatsächlich wieder steigt. Für Menschen, die aktuell schon mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, sind das zweifelsfrei keine guten Nachrichten. 


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