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Privatinsolvenzen in Hamburg auf Rekordtief

Immer weniger Privatinsolvenzen in Deutschland – das Jahr 2020 ist mit Blick auf die Statistik sehr bizarr. Im neuen Jahr dürfte sich der Trend drehen.

Es spielt kaum eine Rolle, auf welches Bundesland man konkret schaut. Die Entwicklung ist immer dieselbe: Immer weniger Insolvenzen bei Unternehmen und Privatpersonen machen das Jahr 2020 aus. Damit setzt sich ein positiver Trend fort, den man aus den letzten Jahren kennt. Seit nun mehr zehn Jahren ist die Zahl der Insolvenzverfahren rückläufig, was auch mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung zu tun hat. Das gilt kurioserweise auch für das Jahr 2020, in dem die Wirtschaft durch das Coronavirus eingebrochen ist. Wie kann das sein?

Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um ein Drittel

Ein Beispiel für die positive Entwicklung in diesem Jahr ist die Hansestadt Hamburg. In der Nordmetropole haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 insgesamt 31 Prozent weniger Firmen eine Insolvenz angemeldet als noch im Vorjahr. Weniger Firmenpleiten bedeuten im Normalfall auch weniger finanzielle Probleme bei Verbrauchern, sodass der Indikator auch für die Menschen im Land eine wichtige Rolle spielt. Der starke Rückgang hat laut Experten primär damit zu tun, dass die Insolvenzpflicht fast das gesamte Jahr ganz oder teilweise ausgesetzt war. Es ist entsprechend auch davon auszugehen, dass es 2021 umso mehr Insolvenzen geben wird.

Privatinsolvenzen gehen noch stärker zurück

Doch das Hamburger Beispiel ist noch aus einer anderen Perspektive sehr interessant. Nicht nur die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist deutlich zurückgegangen, auch bei den Privatinsolvenzen zeigt sich ein ähnlicher Trend – nur noch einmal verstärkt. Nach Angaben des Statistikamtes Nord ist die Zahl der Privatinsolvenzen in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 sogar um 37 Prozent zurückgegangen. Das ist insofern spannend, als es bei Privatpersonen mit Blick auf Insolvenzverfahren keine direkten Lockerungen gab. Stattdessen wurden allerdings recht umfangreiche Unterstützungsleistungen beschlossen, unter anderem ein erweitertes Kurzarbeitergeld.

Kaum mehr Privatinsolvenzen im Sommer

Wenngleich Experten sicher sind, dass sich der Trend im kommenden Jahr drehen wird, beeindruckenden die Zahlen aus Hamburg doch. So wurden etwa im August gerade einmal 17 Privatinsolvenzanträge gestellt, im September sogar nur 10. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es 142 bzw. 114 gewesen. Es scheint, als könnten sich immer mehr Verbraucher mit Produkten wie einem Online-Konto ohne Schufa trotz der Krise finanziell über Wasser halten und die Überschuldung verhindern. Dennoch sollte man die positiven Zahlen nicht überbewerten, denn im kommenden Jahr dürfte bei Unternehmen eine Pleitewelle folgen – die Folgen für Privatpersonen werden entsprechend groß sein und auch wieder zu mehr Insolvenzverfahren führen. 


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