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Privatinsolvenzen steigen im ersten Quartal sprunghaft an

Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland explodiert förmlich – im ersten Quartal 2021 gab es so viele Anträge wie schon lange nicht mehr.

Mehr als 30.000 Privatinsolvenzen im ersten Quartal

Es klingt nicht unbedingt nach guten Nachrichten: Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland ist das erste Mal seit Jahren wieder stark angestiegen. Dies geht aus Daten hervor, die auf Hochrechnungen der Auskunftei Crifbürgel beruhen. Nachdem die Zahl der Insolvenzen von Privatpersonen in den letzten Jahren konstant gefallen war, dürfte es 2021 damit den ersten relevanten Anstieg seit mehr als zehn Jahren geben. Ein Blick auf die Zahlen des „Schuldenbarometer 1. Quartal 2021“ im Detail.

Die Daten von Crifbürgel zeigen deutlich, dass die Zahl der Insolvenzen förmlich sprunghaft nach oben gegangen ist. Im ersten Quartal des Jahres gab es demnach 31.821 neue Anträge auf Privatinsolvenz – das sind 56,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Jahr 2020 hatten nur 20.328 Verbraucher eine Privatinsolvenz beantragt. Damals lag der Rückgang allerdings auch an den starken Einschränkungen für die Anmeldung einer Insolvenz in der zweiten Märzhälfte, als die Coronakrise ihren Anfang in Deutschland nahm. In den Vorjahren waren die Zahlen im ersten Quartal jeweils höher gewesen.

Verdopplung der Zahlen im Gesamtjahr erwartet

Doch der Anstieg um mehr als die Hälfte dürfte nur der Anfang sein, denn die Experten von Crifbürgel erwarten mit Blick auf die Insolvenzzahlen sogar eine Verdopplung der Vorjahreswerte. Während es im Jahr 2020 insgesamt nur 56.234 private Insolvenzen gab, sehen die Experten für das Gesamtjahr 2021 mehr als 110.000 Privatinsolvenzen in Deutschland. Hintergrund dürfte dabei eine Kombination aus den Folgen des Coronavirus und des neuen Privatinsolvenzrechts sein. Klar ist dabei schon jetzt, dass die Zahl der Privatinsolvenzen so hoch steigen könnten wie zuletzt in der des letzten Jahrzehnts – schon seit mehr als zehn Jahren fallen die Zahlen konstant, während gleichzeitig immer mehr Verbraucher sich für die Unterstützung durch ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa entscheiden.

Verschiebung durch neues Privatinsolvenzrechts

Für die entsprechenden Entwicklungen gibt es mehrere Gründe, die Corona-Krise ist allerdings nicht die Wichtigste. So erklärt Crifbürgel-Geschäftsführer Dr. Frank Schlein: „Der deutliche Anstieg an Insolvenzen ist derzeit vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Privatpersonen letztes Jahr entsprechende Anträge zurückgehalten haben. Sie wollten von einer Gesetzesreform profitieren, die Betroffenen von Privatinsolvenzen künftig, statt wie bisher nach sechs, schon nach drei Jahren eine Restschuldbefreiung ermöglicht. Da diese Reform ein großer Vorteil ist, haben viele Antragssteller auf den entsprechenden Beschluss des Bundestages gewartet“.


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