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Profitiert in Deutschland wirklich jeder vom Wachstum?

Die Arbeitslosigkeit nimmt in Deutschland seit Jahren ab – doch bei der Armut ist die Entwicklung andersherum. Wie kann das sein?

Soziale Gerechtigkeit gilt gemeinhin als ein Thema, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Dies liegt auch daran, dass die Schere zwischen arm und reich in Deutschland von Jahr zu Jahr weiter auseinander geht. Dies zeigt sich auch am Social Justice Index 2019, einer von der Bertelsmann Stiftung jährlich in Auftrag gegebenen Studie. Demnach ist die Armutsquote zwischen dem Jahr 2013 und dem Jahr 2018 von 9,4 auf 9,8 Prozent gestiegen – trotz gleichzeitig stark sinkender Arbeitslosenzahlen und einem im Schnitt höheren Lohn als noch fünf Jahre zuvor.

Armutsquote ist in 25 Industriestaaten gestiegen

Interessant ist an den Erhebungen, dass die Bertelsmann Stiftung nicht nur auf Deutschland blickt, sondern einen Vergleich zwischen insgesamt 41 Staaten erfasst. Dabei werden besonders aufstrebende Staaten sowie Industrieländer unter die Lupe genommen. Die daraus resultierenden Zahlen sind durchaus bedenklich, denn auch wenn die Erwerbslosenquote im Schnitt klar zurückgegangen ist, gibt es einen Anstieg beim Thema Armut. In 25 der 41 Staaten ist die Zahl der Menschen, die in Armut leben, gestiegen. Eine zunehmende Armut trotz einer guten wirtschaftlichen Entwicklung ist also kein auf Deutschland begrenztes Problem.

Relativ hohe soziale Gerechtigkeit in Deutschland

Während die Themen Armut und Überschuldung in Deutschland weiterhin eine zunehmende Präsenz in den Medien erhalten, gibt es zumindest was die soziale Gerechtigkeit angeht, auch positive Neuigkeiten. Deutschland befindet sich in dieser Statistik nämlich immerhin auf dem zehnten Platz der untersuchen Länder. Am besten schneiden die folgenden drei Länder ab:

  1. Island (7,9 von 10)
  2. Norwegen (7,68)
  3. Dänemark (7,67)

Deutschland liegt dagegen bei einem Wert von 6,64 und damit immerhin im oberen Viertel. Sehr schlecht schneiden dabei nicht nur Länder wie Mexiko ab, sondern auch wirtschaftlich erfolgreiche Industriestaaten wie die USA und Südkorea – nur in wenigen Ländern gibt es eine geringere soziale Gerechtigkeit als dort.

Definition von Armut steht in der Kritik

Doch auch wenn die Zahlen der Studie insgesamt ein wenig Sorgen bereiten, sollte man nicht vergessen, wie Armut dabei berechnet wird. Statistisch als arm gilt laut der Bertelsmann Studie nämlich jeder Verbraucher, der weniger als 50 Prozent des Medianeinkommens verdient – es handelt sich also immer um relative Armut im Vergleich zum Schnitt der Bevölkerung. Dennoch zeigt sich in Deutschland auch an anderen Kennwerten, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung nicht überall ankommt. Nicht umsonst müssen sehr viele Verbraucher hierzulande auf ein Produkt wie das Online-konto ohne Schufa setzen.


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