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Schufa: transparenter dank Datenschutzverordnung

In diesem Monat tritt die Datenschutzverordnung in Kraft. Das hat weitreichende Folgen, auch für die Schufa. In Zukunft könnten es Verbraucher einfacher haben.

Gesetz leuchtet Schufa aus

Die Schufa ist aktuell eine komplette Blackbox. Über die Datensätze des Unternehmens ist kaum etwas bekannt. Zwar gibt es eine sogenannte Schufa-Selbstauskunft, die man einmal im Jahr kostenfrei beantragen kann. Diese enthält allerdings nur eine Übersicht über alle gespeicherten Daten sowie die verschiedenen Score-Werte, die für unterschiedliche Branchen gelten.

Wenngleich man daraus leicht ableiten kann, welche Chancen man theoretisch für die Eröffnung eines Kontos, für einen Kredit oder für einen Handyvertrag hat, bleibt eine Frage offen: Wie kommt es überhaupt zu der Entscheidung der Schufa? Wie wird aus den vorhandenen Datensätzen am Ende das jeweilige Ergebnis, das sich in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent bewegt.

Schufa muss genaue Score-Berechnung nicht veröffentlichen

Dass dies für Kritik sorgt, ist nicht überraschend. Nicht umsonst musste die Schufa bereits vor Gericht kämpfen. Erst im Jahr 2013 wurde jedoch höchstinstanzlich festgestellt, dass die Schufa die genaue Bonitätsberechnung nicht öffentlich machen muss. Denn es handelt sich um ein Betriebsgeheimnis. Diese Regelung ergibt für die Schufa Sinn. Immerhin sammelt sie nicht nur Daten, sondern wertet diese so aus, dass ihre Kunden etwas davon haben.

Könnten Konkurrenten diesen Algorithmus nutzen, würde die Schufa ihr wichtigstes Asset verlieren. Natürlich ist das ein schwacher Trost für Verbraucher, die zum Beispiel auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen, weil die Schufa ihnen das Leben rund um Finanzprodukte ansonsten schwer macht.

Neue Datenschutzverordnung könnte mehr Transparenz bringen

Doch das deutsche Recht wird seit jeher von einer anderen Ebene gebrochen: Dem europäischen Recht. Dieses könnte in der Causa Schufa für mehr Transparenz sorgen. Denn diesen Mai tritt die neue Datenschutzverordnung in Kraft. Die DSVGO hat entsprechende Folgen, da sie neue Regeln bezüglich der persönlichen Informationen zu Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern von Unternehmen mit sich bringt.

Konkret müssen Kunden gefragt werden, ob sie einer Datenspeicherung zustimmen. Gleichzeitig haben sie ein Recht darauf zu erfahren, was mit ihren Daten geschieht. Das hat natürlich einen Einfluss auf das Geschäftsmodell der Schufa, denn Auskunfteien speichern große Datenmengen und werten diese aus. In Zukunft könnten Kunden herausfinden, was mit ihren Daten passiert. Dabei muss der Kunde nachvollziehen können, wofür die Daten genutzt werden.

Vollständige Entschlüsselung ist laut Experten unwahrscheinlich

Für die Schufa könnte das ein Problem werden, denn sie muss unter Umständen in Zukunft deutlich klarer machen, wie es zur Score-Berechnung kommt. Die Kunden haben zukünftig ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie die Daten verwendet werden und wie aus diesen ein bestimmter Bonitätswert wird.

Wie weitgehend Kunden in Zukunft mehr erfahren können, ist aktuell noch offen. Fest steht allerdings, dass die vollständige Entschlüsselung der Datensätze und mathematischen Algorithmen unwahrscheinlich ist. Experten sehen möglicherweise eher eine Zwischenlösung. Grundsätzlich kann man sich darüber freuen, denn jedes bisschen Transparenz rund um die Schufa ist eine gute Nachricht.


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