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Schufa und Unternehmen wollen Identitätsdiebstahl verhindern

Die Schufa und vier große Online-Händler wollen stärker gegen Identitätsdiebstahl vorgehen – doch hat die Allianz überhaupt eine Chance?

Es kommt immer wieder vor, dass Verbraucher auf eine Kombination aus einem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung setzen müssen, weil sie ein Opfer von Identitätsdiebstahl geworden sind. Die Begrifflichkeit wirkt im ersten Moment ein wenig abstrakt, aber in den allermeisten Fällen geht es einfach darum, dass andere den eigenen Namen nutzen. Dabei geht es fast immer um Bestellungen im Online-Handel. Die entsprechenden Pakete und teilweise auch Mahnungen werden abgefangen, sodass man meist lange im Dunkeln tappt. Sobald der Betrug auffällt, ist es meist schon zu spät, ein Schufa-Eintrag die Folge. Der wiederum kann zu Kündigungen von Krediten oder Kreditkarten sowie Problemen mit Telefonanbietern führen. Eine Klärung dauert oft Monate und bedeutet einen großen Einschnitt.

Identitätsdiebstahl soll effektiver bekämpft werden

Die Schufa und vier große deutsche Online-Händler wollen in Zukunft verstärkt gegen die Betrüger vorgehen. Diese gehen nämlich meist nach einem sehr ähnlichen Muster vor. Online werden Name und Adresse einer realen Person angegeben, die von der Bestellung aber gar nichts weiß. Auf dem Weg zur entsprechenden Adresse wird das Paket dann abgefangen. Die Betrüger machen sich damit aus dem Staub, die Händler bleiben auf der Rechnung sitzen und die betrogenen Verbraucher müssen mit einem Schufa-Eintrag oder Mahnungen rechnen. Durch die Erkennung von bestimmten Mustern im Bestellprozess will die Allianz aus Schufa und Händlern nun dafür sorgen, dass die gängigsten Betrugsmaschen verhindert werden. Funktioniert dies, könnte diese technische Lösung auch auf andere Händler übertragen werden.

Keine Zahlung auf Rechnung bei bestimmten Mustern

Die neue Mustererkennung soll es nicht grundsätzlich verhindern, dass Verbraucher nach einer bestimmten Eingabe nicht mehr bei einem Händler einkaufen kann. Vielmehr soll Sorge getragen werden, dass Verbraucher kein Opfer mehr von Identitätsdiebstahl werden. Wird ein entsprechendes Muster erkannt, wird beispielsweise einfach die Zahlung per Rechnung nicht mehr angeboten. Verbraucher müssen dann ein Zahlungsmittel wählen, bei dem sie zuerst die Zahlung tätigen und erst danach die Ware bekommen. Für den Händler hat dies den Vorteil, dass er die Zahlung schon erhalten hat und entsprechend nicht auf den Kosten sitzenbleiben kann. Für Betrüger ist diese Herangehensweise meist uninteressant, da ein Identitätsdiebstahl im Prinzip nur möglich ist, wenn die Zahlung per Rechnung angeboten wird. Die einzige Ausnahme hiervon entsteht dann, wenn Betrüger auch noch die Zahlungsdaten eines Verbrauchers stehlen.

Erste Tests zeigen sehr positives Ergebnis

Der sogenannte Fraud Pre Check von der Schufa und der Unternehmensallianz hat in ersten Tests fast alle gängigen Betrugsmuster erkannt und entweder Auslieferungen gestoppt oder Verbraucher gezwungen, eine andere Zahlungsmethode zu wählen. Dabei zeigen die Tests auch, dass der Pre Check sogar Betrügereien erkennt, die sonst erst mit deutlicher Verzögerung als solche identifiziert wurden. Natürlich ist auch das neue System sicherlich nicht perfekt und kann wohl nicht jeglichen Identitätsdiebstahl verhindern, doch es ist ein erster Schritt. Nachdem die Zahl der Betrugsfälle in dieser Hinsicht seit Jahren gestiegen ist, könnte sich das Blatt nun wenden. Diejenigen, die bereits wegen einem ähnlich Fall auf ein Online-Konto ohne Schufa setzen mussten, werden es danken.


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