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Schufa will Stromkunden genauer durchleuchten

Der gläserne Kunde – für die Schufa ist genau das sicherlich ein Traum. Mit einem neuen Projekt steigt der Anbieter gerade erneut vielen auf die Füße.

Es gibt Unternehmen, die kommen wirklich nur äußerst selten positiv in die Presse. Die Schufa gehört sicherlich dazu, denn der gesamte Geschäftszweck des Unternehmens sorgt nicht unbedingt für viel Sympathie. Zwar schützt die Firma sicherlich auch die Gesamtwirtschaft vor Kreditbetrug und Kunden, die nicht bezahlen werden. Gleichzeitig allerdings sorgt die Schufa bei Millionen von Verbrauchern dafür, dass sie kein normales Leben führen können. Dass immer mehr Menschen sich deshalb für ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa entscheiden, kommt nicht gerade überraschend. Wie sehr die Schufa Verbrauchern oft auf die Füße steigt, zeigt ein neues Projekt.

Auf dem Weg zum gläsernen Kunden

Konkret arbeitet die Schufa – wohlgemerkt genauso wie auch der Konkurrent CRIF Bürgel – an einem neuen Projekt, um Kunden noch besser zu durchleuchten. Wie Recherchen der Süddeutschen Zeitung und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) herausgefunden haben, möchte die Schufa bald eine sogenannte E-Base mit Informationen über Stromkunden anbieten. Das klingt soweit noch nicht besonders, denn auch bislang werden entsprechende Kundendaten – sofern die Kunden etwa durch Zahlungsausfälle auffällig geworden sind – gespeichert. Doch die neue Datenbank der Schufa soll noch deutlich weiter gehen und keineswegs nur dafür sorgen, dass Stromversorger etwas über die Bonität der Kunden lernen. Vielmehr wird ein weiterer Zweck verfolgt, der nicht nur Verbraucherschützer aufgeschreckt hat.

Schufa möchte gute Kunden identifizieren

Mehr als nur um die Bonitätsbewertung geht es der Schufa darum, bestimmte Kunden herauszufiltern. Nach diesem Muster geht das Unternehmen auch schon mit Blick auf die Bonität vor, hier allerdings zumindest mit einem sinnvollen Hintergrund. Dass es ein Kunde, der eine Rechnung bei einem Versorger nicht bezahlt, bei einem anderen auch schwierig hat, ist legitim. Weniger legitim ist der neue Zweck des Datenpools der Schufa. Hier soll es nämlich darum gehen, Anbietern Informationen über Vertragslaufzeiten von älteren Verträgen des Kunden zuzuspielen. Dieser Datenpunkt dürfte laut Verbraucherschützern für noch mehr Ablehnungen von Kunden bei Energieversorgern sorgen – schon jetzt wird jeder fünfte Kunde abgelehnt.

Schufa will gegen Bonushopper helfen

Sympathiepunkte sammelt die Schufa mit dem neuen Projekt nirgendwo, besonders nicht bei Inhabern eines Onlinekonto ohne Schufa. Helfen möchte das Unternehmen nämlich gegen sogenannte „Bonushopper“. So werden in der Branche die Kunden genannt, die ihren Vertrag häufig wechseln, um Jahr für Jahr von attraktiven Konditionen zu profitieren. Für Anbieter sind diese Kunden weniger attraktiv – gleichwohl haben die Verbraucher aber nichts falsch gemacht, sondern wechseln nur schlau, um weniger zu bezahlen. Die neue Datenbank soll genau das verhindern. Ob das allerdings wirklich gelingen wird, darf bezweifelt werden – mittlerweile hat die Schufa die aktive Bewerbung nach dem öffentlichen Bereich nämlich eingestellt. 


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