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Statistik ist beim Thema Schulden nicht alles

Die regionalen Unterschiede beim Thema Schulden sind enorm. Wie erklärt sich das und welche Lösungen gibt es für negativ betroffene Regionen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere Studien zu den Themen Schulden und Privatinsolvenz veröffentlicht. Dabei fällt seit Jahren auf, dass die Zahl der Privatinsolvenzen deutlich sinkt. Das gilt tatsächlich auch für fast alle Regionen. Anders sieht es allerdings bei der Überschuldung aus, denn die Zahl der Überschuldeten fällt in Deutschland seit vielen Jahren kaum. In manchen Regionen ist die Zahl der Menschen mit finanziellen Problemen sogar deutlich gestiegen. Es zeigt sich besonders ein enormes Nord-Süd-Gefälle. Am meisten Menschen sind in Bundesländern wie Bremen, Niedersachsen oder auch Schleswig-Holstein betroffen, die wenigsten in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg.

Warum gibt es so große regionale Unterschiede?

Die Unterschiede zwischen den deutschen Regionen lassen sich nicht unbedingt einfach erklären. Vielmehr muss man einen Blick auf andere Kennzahlen werfen. Zuerst ist da die Arbeitslosigkeit: Wo die meisten Menschen einen Job haben, spielen Schulden meist eine deutlich geringere Rolle. Auch die durchschnittliche Lohnhöhe spielt eine nicht unbedeutende Rolle, denn die sozioökonomische Situation hat mit der Überschuldung zumindest in vielen Fällen zu tun. Wer gut verdient, der kämpft selten mit Schulden. Alleine reichen diese Kennzahlen aber noch nicht, denn auch wirtschaftsstarke Regionen wie Hamburg kämpfen mit einer hohen Anzahl an Schuldnern. Dass die Zahlen sich dennoch so stark unterscheiden, hat entsprechend auch andere Gründe. Gleichzeitig sollte das Hoffnung machen: Denn in jedem Landesteil gibt es positive Ausnahmen. Wer schlecht verdient, muss noch lange nicht mit Schulden zurechtkommen.

Spielt der Wohnort für das Überschuldungsrisiko eine Rolle?

Dennoch lässt sich zweifelsfrei feststellen, dass der Wohnort beim Thema Überschuldung eine große Rolle spielt. Das gilt immer häufiger und stärker auch für Großstädte. Wer in einer Metropole lebt, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit von einer Überschuldung betroffen als Menschen, die auf dem Land leben. Das liegt allen voran an den immer weiter steigenden Mieten, die dazu führen, dass es gerade Geringverdiener in Großstädten schwer haben. Dadurch lässt sich auch klären, warum Überschuldung selbst in vielen reichen Metropolen in Bundesländern mit geringer Schuldnerquote über eine hohe Anzahl an Menschen mit finanziellen Problemen verfügen. Ob München oder Stuttgart – auch in den wirtschaftlichen Vorzeigstädten kämpfen Menschen mit finanziellen Problemen. Betroffene können dem entgegenwirken, in dem sie sich nach einer günstigeren Wohnung in einem Vorort umsehen. Leider sind die Mieten auch hier in den letzten Jahren teils stark gestiegen.

Lässt sich eine Überschuldung durch Vorsorge verhindern?

Die Statistiken zum Thema Überschuldung machen nur selten Hoffnung. Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass es sich nur um allgemeine Zahlen handelt, die mit der eigenen persönlichen Situation nichts zu tun haben. Zudem sollte man im Blick behalten, dass es auch für Menschen mit Schulden in Deutschland viele Hilfsangebote gibt – etwa Schuldnerberatungen oder spezielle Kontoprodukte wie ein Online Konto ohne Schufa. Das ist auch wichtig, denn eine perfekte Vorsorge gegen Schulden gibt es nicht. Vor einem Schicksalsschlag ist leider kaum ein Mensch geschützt. Dennoch helfen zum Beispiel finanzielle Rücklagen und der Aufbau eines guten beruflichen Netzwerks dabei, dass man sich vor Schulden nicht fürchten muss – Statistik hin oder her.


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