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Steigt die Arbeitslosigkeit auf mehr als drei Millionen?

Das Coronavirus könnte in Deutschland zu mehr als drei Millionen Arbeitslosen führen – trotz des erfolgreichen Instrumentes der Kurzarbeit.

Die Krise rund um das Coronavirus lässt Deutschland so schnell nicht los. Auch wenn die besonders strengen Maßnahmen vorüber sind, werden die Folgen für die Wirtschaft unabhängig von der weiteren Entwicklung enorm sein. Das gilt besonders auch für die Arbeitslosigkeit, die nach einer Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stark steigen könnte. Ein Szenario sieht sogar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um mehr als drei Millionen Menschen an.

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit ist realistischer

Modelliert haben die Forscher für ihre Analyse zwei Szenarien:

  • starke Einschränkungen für insgesamt sechs Wochen
  • starke Einschränkungen für insgesamt zehn Wochen

Mittlerweile weiß man, dass die Einschränkungen für sechs Wochen realistisch sind und in etwa die aktuellen Entwicklungen abbilden. Das heißt allerdings noch nicht, dass das Szenario zwingend auch so eintritt, denn beim IAB geht man davon aus, dass die Industrie und auch die Dienstleistungsbranche insgesamt nur weitere sechs Wochen brauchen würden, um wieder auf das Niveau vor der Krise zurückzukommen – ob das gerade mit einem Blick auf weitere einschränkende Maßnahmen so kommen wird, darf man zumindest infrage stellen. Sollte dem aber so sein, sieht das IAB immerhin nur eine Steigerung der Arbeitslosigkeit um 90.000 im Jahresmittel. Dies wäre in Anbetracht der aktuellen Situation zweifelsfrei ein Erfolg.

Stärkere Einschränkungen erhöhen Arbeitslosigkeit enorm

Wie relevant es dafür allerdings ist, dass die Einschränkungen so kurz wie möglich sind, zeigt das Szenario eines Lockdowns für zehn Wochen, wie ihn andere Länder gesehen haben. "Im ungünstigsten Falle könnte die Marke von drei Millionen Arbeitslosen im Laufe des Jahres wieder überschritten werden." Man weiß mittlerweile recht sicher, dass es dazu nicht kommen wird, doch sollte eine zweite Welle die Wirtschaft erneut erschüttern oder dauern die milderen Einschränkungen nicht nur Wochen, sondern Monate, könnte dieses Szenario wieder zu einem ernsten Problem werden. Dann steigen die Arbeitslosigkeit nicht um eine hohe fünfstellige, sondern gar eine sechsstellige Zahl – die Folgen wären verheerend.

Milder Anstieg der Arbeitslosigkeit wegen Kurzarbeit

Generell allerdings fällt auf: So schlimm klingen die Zahlen gar nicht, besonders wenn man etwa um den Anstieg der Arbeitslosigkeit um viele Millionen in den USA blickt. Grund dafür ist das gut funktionierende Instrument der Kurzarbeit, das hierzulande von hunderttausenden Unternehmen genutzt wird. Für Mitarbeiter ist allerdings auch die Kurzarbeit nicht komplett problemfrei. Durch das reduzierte Gehalt sind finanzielle Schwierigkeiten oft vorprogrammiert – nicht umsonst setzen viele Betroffene nun auf ein Online Konto ohne Schufa. Man kann entsprechend nur hoffen, dass das positivere Szenario der IAB sich auch mittelfristig als richtig erweist. 


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