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11.08.2014

Studenten in den USA bleibt die Privatinsolvenz verwehrt

In den Vereinigten Staaten von Amerika machen Studenten mehr Schulden als irgend sonst auf der Welt. Das liegt daran, dass die meisten Studierenden ihre Ausbildung selbst zahlen müssen. In den USA ist die Situation besonders gravierend, da ein Studium teilweise mehrere zehntausend US-Dollar im Jahr kostet – an Eliteuniversitäten ist das Studium sogar noch deutlich teurer. Verschuldet in das Berufsleben starten, für viele Deutsche ein absolutes Horrorszenario. In den USA ist eine Situation wie diese eigentlich normal, denn kaum ein Student aus normalen Verhältnissen schafft es, sein Studium komplett selbst zu finanzieren. Das ist auch deutlich schwerer als in Deutschland, denn im Durchschnitt müssen US-Studenten mehrere zehntausend US-Dollar für jedes Studienjahr hinblättern. Zu viel, selbst dann, wenn die Studierenden ein Stipendium erhalten oder einen Nebenjob haben. Entsprechend freuen sich Banken, die Studentenkredite vergeben. Das Problem: Viele Studierende können die Kredite nach dem Studium nicht zurückzahlen. Keine Privatinsolvenz bei Studienkrediten Die Lage in den USA ist verzwickt, denn während die Privatinsolvenz im größten Staat Nordamerikas als besonders schnell und effizient gilt, steht sie für Studierende nicht offen. Wer einen Studienkredit abgeschlossen hat, der kann keine Privatinsolvenz anmelden. Damit wollen der Staat und die Banken verhindern, dass Studenten sich absichtlich hoch verschulden und dann Privatinsolvenz anmelden. Ihre Ausbildung würden sie gleichzeitig ja behalten, deshalb wäre eine Privatinsolvenz für die Gläubiger unfair. Durchaus logisch, doch einfacher macht das das Leben der US-Studenten nicht, denn ohne Privatinsolvenz steht schnell der Schuldeneintreiber vor der Tür. 29.400 US-Dollar Schulden im Durchschnitt Die Zahlen sind alarmierend, denn ein durchschnittlicher US-Student macht in seinem Studium 29.400 US-Dollar Schulden. Eingerechnet sind auch diejenigen, die ein Stipendium bekommen oder das Studium durch ihre Eltern finanziert bekommen. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Verschuldung unter denjenigen, die Kredite abschließen mussten, sogar noch deutlich höher liegt. Experten gehen davon aus, dass einige Studierende während ihrer Zeit an der Universität einen sechsstelligen Schuldenberg aufbauen. In den USA betreffen die hohen Schulden keine Minderheit, denn von den 20 Millionen jungen Erwachsenen, die Jahr für Jahr an die Universitäten strömen, müssen sich 71 Prozent verschulden. Das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nur 30 Prozent der Absolventen finden einen Job Das Horrorszenario ist für die meisten Studierenden nach ihrem Abschluss noch lange nicht vorbei, denn die prekäre Lage am US-Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass nur 30 Prozent der Absolventen sofort einen Job bekommen. Manche halten sich nach dem Studium mit einem Gelegenheitsjob über Wasser, andere versuchen, sich weiterzubilden. Das Problem: Die Kredite bleiben nicht nur bestehen, nach dem Studium wollen die Gläubiger auch Geld sehen. Das Abbezahlen ist für viele Absolventen sogar dann schwierig, wenn sie nach dem Studium postwendend in das Arbeitsleben einsteigen können, denn durchschnittlich verdienen sie nur knapp über 45.000 US-Dollar – zu wenig, um die Kredite abzubezahlen und gleichzeitig ein geregeltes Leben zu führen. Einfacher wird es derweil für die Studenten in den Vereinigten Staaten nicht, denn die Zinsen für Studienkredite werden in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter steigen. Eine politische Lösung ist zudem nicht in Sicht, eine Privatinsolvenz bleibt für viele entsprechend nicht mehr als eine Wunschvorstellung.

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