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Überschuldete Verbraucher sind besonders oft ohne Job

Überschuldung ist in Deutschland weiterhin ein gravierendes Problem – und sie steht immer häufiger in Zusammenhang mit einem Arbeitsplatzverlust.

In Deutschland gibt es nicht nur seit der Krise um das Coronavirus mehrere Millionen Menschen, die mit der Überschuldung zu kämpfen haben. Viele davon setzen auf Produkte wie das Onlinekonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung. Was sich dabei neuerdings noch einmal verstärkt zeigt, ist die große Gefahr der Arbeitslosigkeit, denn der Hauptteil der Betroffenen hat den Job verloren. Diese Analyse macht deutlich, wie wichtig es auch gerade nach der Krise ist, die Arbeitslosigkeit auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Fast die Hälfte der Überschuldeten ohne Job

Laut Angaben von etwa einem Drittel aller Beratungsstellen in Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen unter den von Überschuldung betroffenen Verbrauchern signifikant höher als unter der allgemeinen Bevölkerung – fast um den Faktor zehn. Demnach waren 43,4 Prozent der Überschuldeten ohne Job, während es in der Gesamtbevölkerung gerade einmal 5,9 Prozent waren. Weitere 20 Prozent der Überschuldeten sind anderweitig nicht erwerbstätig, weil sie beispielweise Rentner sind. Etwa ein Drittel der Betroffenen (35,9 Prozent) sind bei einem Arbeitgeber angestellt, nur 1 Prozent ist selbstständig oder freiberuflich tätig. All diese Werte sind signifikant anders als in der allgemeinen Bevölkerung, was die Problematik sehr deutlich macht.

Arbeitslosigkeit oft der Hauptauslöser

Doch es ist nicht nur der Fakt, dass Menschen ohne Job häufiger von einer Überschuldung betroffen sind. Problematisch ist auch, dass die Arbeitslosigkeit vielfach sogar als der Hauptgrund genannt wird, warum die Menschen überhaupt in eine schwierige Situation geraten sind. Es ist also keineswegs so, dass die Überschuldung zwingend zu einem Jobverlust führt, vielmehr für der Verlust des Arbeitsplatzes in die Überschuldung. Knapp ein Fünftel der Befragten gab demnach an, dass die Arbeitslosigkeit der Hauptgrund dafür ist, dass sie finanzielle Probleme haben – das ist der höchste Stand seit vielen Jahren. Gesondert erfasst werden zudem diejenige, die wegen einer gescheiterten Selbstständigkeit – also ebenfalls aus beruflichen Gründen – in die Überschuldung geraten sind.

Erkrankung, Sucht und Unfall als weiteres Problem

Neben dem Jobverlust spielt auch ein weiterer Faktor eine nicht unbedeutende Rolle: Der Bereich Erkrankung, Sucht und Unfall. 16,5 Prozent der Überschuldeten gaben an, dass ein Schicksalsschlag dieser Art ursächlich für die Überschuldung ist. Sucht und Erkrankung gehen zudem vielfach auch mit dem Arbeitsplatzverlust einher, wodurch sich das Problem noch einmal potenziert. Dass das Problem generell immer größer wird, zeigt sich auch an der Gesamtzahl der Betroffenen. Mit 588.000 Hilfesuchenden ist die Zahl derjenigen, die sich an eine Schuldnerberatung gewendet haben, zuletzt noch einmal stark gestiegen. Das Problem dürfte in den nächsten Jahren noch gravierender werden.


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