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Verdreifachung der Anfragen bei Münchner Schuldnerberatungen

Die Stadt München zeigt, was mit Blick auf die Insolvenzen in den kommenden Monaten droht – hunderttausende Verbraucher könnten Probleme bekommen.

Dass es durch die Krise rund um das Coronavirus zu mehr Insolvenzen und Pleiten kommen würde, war abzusehen. Doch die meisten Experten hatten die Entwicklungen erst in wenigen Monaten gesehen, was an verschiedenen Überbrückungshilfen und Gesetzesänderungen liegt. Doch in Deutschland zeigen sich schon jetzt erste Anzeichen für steigende Insolvenzzahlen. Besonders für Aufsehen sorgt eine Meldung aus München, wo die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Stadt sich kaum mehr von Anfragen retten kann.

Anstieg bei den Insolvenzen bereits im März

Während in anderen Bundesländern in den letzten Monaten sogar noch positive Tendenzen bei den Insolvenzzahlen zu bemerken waren, gibt es in München schon jetzt negative Entwicklungen. Das Landesamt für Statistik hat für den März sowohl bei den Firmen- als auch bei den Privatinsolvenzen einen relevanten Anstieg wahrgenommen. Verwunderlich ist das besonders deshalb, weil rückwirkend zum 1. März erleichterte Bedingungen in Hinblick auf die Meldepflichten für eine Insolvenz gibt und viele Menschen in Deutschland in den letzten Monaten umfangreiche Hilfen erhalten haben. Gleichzeitig deuten die steigenden Zahlen aber auch darauf hin, dass es demnächst noch deutlich schlimmer werden dürfte – die Rede ist in München sogar von einer „Welle“.

Enorme Wartezeiten bei den Beratungsstellen

Wie problematisch die Situation ist, zeigt ein Blick auf die städtischen Beratungsstellen. Laut der Süddeutschen Zeitung liegt die durchschnittliche Wartezeit für einen persönlichen Termin mittlerweile bei drei Monaten – so lange waren die Wartezeiten noch nie. Die Nachfrage nach Beratungsterminen ist in den letzten Wochen noch einmal explodiert, was die Misere zahlreicher Verbraucher in Deutschland deutlich zeigt. Dabei ist leider auch zu erwarten, dass sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten noch einmal verschlechtert, denn gerade für Arbeitnehmer drohen durch die Kurzarbeit noch längerfristig Einnahmeeinbußen, oft droht zudem die Arbeitslosigkeit.

Verdreifachung der Anfragen von Privatpersonen

Dass gerade die Zahl der Privatinsolvenzen gravierend steigen wird, ist für die Schuldnerberatung in München klar. Die Anfragen nach Hilfestellung hätten sich zuletzt mehr als verdreifacht, heißt es von der Leiterin der Abteilung im Sozialreferat, Erika Schilz. Sie erklärt weiter: „Die Menschen kommen erst, wenn der Leidensdruck hoch ist.“ Das deutet auch darauf hin, dass der Andrang in den nächsten Monaten noch einmal deutlich steigen wird. Für die 13 Vollzeitkräfte der städtischen Beratungsstellen wird das wohl kaum machbar sein. Die nächsten Wochen werden für viele Verbraucher hierzulande sehr schwierig – sich Hilfe zu suchen und etwa auch auf ein Online-Konto ohne Schufa zu setzen, ist dabei allerdings trotz Wartezeiten bei Beratungsstellen wichtig.


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