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14.01.2019

Warum machen Männer häufiger Schulden als Frauen?

Die Gleichberechtigung ist in Deutschland seit Jahren ein großes Thema. Wenn es um Schulden geht, sind aber besonders häufig Männer betroffen. Warum?

Rund um das Thema Schulden gibt es zahlreiche Statistiken. Unter anderem zeigt sich dabei ein großer Unterschied im Bereich der Geschlechter: Männer machen deutlich häufiger Schulden als Frauen, was auf den ersten Blick durchaus überraschend ist. Vielfach werden Schulden nämlich mit dem Einkommen in Verbindung gebracht – Männer verdienen im Schnitt aber weiterhin mehr als Frauen, was wiederum in anderen Debatten für Kritik sorgt. Wie kann es also sein, dass Männer trotz höherem Durchschnittsverdient häufiger Schulden machen? Experten begründen dies zweierlei.

Fast doppelt so viele Männer wie Frauen betroffen

Bei der Zahl der überschuldeten Personen dominieren Männer die Statistik sogar deutlich. Bei den über 18-Jährigen sind 12,55 Prozent der Männer überschuldet, bei den Frauen sind es gerade einmal 7,65 Prozent – es sind also fast doppelt so viele Männer wie Frauen betroffen. Auch wenn es um das Aufsuchen einer Schuldnerberatung oder die Nutzung von Produkten wie dem Online Konto ohne Schufa geht, sind Männer deutlich aktiver als Frauen. Dies ist in Anbetracht der im Schnitt größeren finanziellen Probleme keineswegs verwunderlich. Auch eine weitere Folge sollte die wenigsten überraschen: Deutlich mehr Männer als Frauen müssen einen Privatinsolvenzantrag stellen. Dies ist eine natürliche Folge der höheren Zahl der überschuldeten Männer.

Lücke schließt sich in den letzten Jahren leicht

Der Trend geht allerdings in Richtung einer Angleichung. Die Gleichberechtigung scheint gewissermaßen auch beim Thema Schulden Einzug zu halten. Experten erklären dies allerdings weniger mit der sogenannten Gender Pay Gap, immerhin ist diese in den letzten Jahren eher kleiner geworden. Vielmehr wird die stärkere Angleichung bei der Zahl der überschuldeten Verbraucher beider Geschlechter durch eine größere Verantwortung für Kinder sowie das wachsende Problem der Altersarmut begründet. Besonders alleinerziehende Frauen rutschen oft in eine komplexe finanzielle Situation ab. Dazu sind auch ältere Frauen, die keine oder nur eine sehr geringe Witwenrente erhalten, häufig von Schulden betroffen. Das Problem der Altersarmut betrifft Frauen im Schnitt deutlich häufiger als Männer, da besonders Frauen in der Generation der heutigen Rentner selten in Vollzeit gearbeitet haben und entsprechend keine hohe Rente erhalten.

Mehr Schulden auf Grund eines höheren Risikos

Doch wenn die Altersarmut bei Frauen höher ist und Männer zudem auch heute noch mehr verdienen – warum sind sie dann so viel häufiger von einer Überschuldung betroffen als Frauen? Die Gründe hierfür gelten zwar nicht als gesichert, Experten sehen aber besonders die Risikoaffinität von Männern als Problem. Im Schnitt bilden Männer im Verhältnis zu ihrem Einkommen weniger hohe Rücklagen und nehmen höhere Kredite auf, als es Frauen tun. Gerade in Kombination mit einem Schicksalsschlag können riskante Kredite oder auch ein generell ein Leben ohne Rücklagen zu einem großen Problem werden und schnell in die Überschuldung führen. Frauen gehen hier weniger riskant vor und sind von dem Schicksal daher seltener betroffen. Dazu kommt wohl noch ein weiterer Aspekt: Bislang waren Männer häufig das finanzielle Familienoberhaupt – wenn die Finanzen in einer Familie zu einem Problem werden, rutschen Männer deshalb häufiger in eine Überschuldung ab als Frauen. Auch dies könnte sich in der modernen Welt aber natürlich ändern.


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