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Welle der Privatinsolvenzen kommt erst 2021

Die Folgen des Coronavirus sieht man aktuell zumindest noch keineswegs in allen Statistiken. Bei der Privatinsolvenz könnte es sogar noch länger dauern.

Welche Folgen hat das Coronavirus für die Wirtschaft in Deutschland und für Verbraucher? Diese Effekte lassen sich vermutlich endgültig erst nachträglich beleuchten, denn aktuell sehen die meisten Daten noch vergleichsweise gut aus. Wenngleich es fraglos so ist, dass viele Wirtschaftsindikatoren nach unten zeigen und auch die Arbeitslosigkeit steigt, halten sich die meisten Effekte insgesamt doch noch in Grenzen. Besonders wenn es um Privathaushalte geht, zeigen sich bislang noch keine allzu gravierenden Folgen der aktuellen Krise. Experten allerdings wissen, dass es sich hierbei nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt.

Peak bei der Privatinsolvenz erst Ende 2021

Während noch vor Monaten erwartet wurde, dass möglicherweise schon 2020 ein starker Anstieg bei den Privatinsolvenzzahlen zu erwarten sei, wendet sich das Blatt nun. Durch verschiedene staatliche Eingriffsmaßnahmen wird das Problem nämlich weiter nach hinten geschoben. Das merken auch viele Verbraucher, die gerade mit einem Produkt wie dem Onlinekonto ohne Schufa gegen Schulden kämpfen. Entsprechend erklärt auch Patrik-Ludwig Hantzsch, Chefökonom der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, gegenüber der Wirtschaftswoche: „Ende 2021 werden wir einen Peak sehen“. Die relevanten Folgen der Krise für die Privathaushalte in Deutschland kommen also mit einer Verzögerung von einem Jahr oder sogar noch mehr. Die Hintergründe dieser Verzögerung sind vielfältig und haben unter anderem auch mit Gesetzesänderungen zu tun.

Neuer Tiefstand der Privatinsolvenzen in 2020 möglich

In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Privatinsolvenz enorm verringert. Im Rekordjahr 2010 hatten in Deutschland noch knapp 110.000 Verbraucher den Privatkonkurs angemeldet, vielfach noch infolge der Finanzkrise im Jahr 2008. Seitdem sind die Zahlen kontinuierlich gesunken und lagen im letzten Jahr sogar bei nur noch 63.000. Immer mehr Experten gehen jetzt sogar davon aus, dass die Zahlen in diesem Jahr noch weiter sinken könnten, denn im ersten Halbjahr haben nur knapp 27.000 Menschen ein Privatinsolvenzverfahren eröffnet – das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Setzt sich dieser Trend fort, dürfte das Krisenjahr 2020 zum Rekordjahr werden.

Gesetzesänderung macht Privatinsolvenz wenig attraktiv

Die Hintergründe dieser Entwicklung sind vielfältig. Generell steigt die Zahl von Privatinsolvenzen meist erst mit Verzögerung nach einer Krise, weil erst der Jobverlust kommt, dann zehren Verbraucher von ihrem Erspartem und nur wenn es gar nicht mehr geht, folgt die Privatinsolvenz. Dieses Jahr allerdings sind einige Dinge anders, denn durch die Kurzarbeit werden aktuell viele Jobs erhalten. Dazu kommen verschiedene finanzielle Krisenhilfen. Entscheidend ist auch die Aussetzung der normalen Insolvenzregelung für Unternehmen. Dazu kommt zudem noch eine geplante Gesetzesänderung: Vermutlich Ende des Jahres wird das Insolvenzrecht zugunsten von Verbrauchern überarbeitet – davor möchte kaum jemand freiwillig in die Insolvenz gehen.


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