Ihr Konto in 1 Minute beantragen

Woran scheitert das neue Privatinsolvenzrecht?

Gerade einmal acht Prozent der Betroffenen können eine Privatinsolvenz nach acht Jahren beenden -liegt es am System oder an den Verbrauchern?

Es ist mittlerweile über drei Jahre her, dass das Privatinsolvenzrecht in Deutschland überarbeitet wurde. Die Folgen sind allerdings deutlich kleiner, als man denken mag. Wenngleich die Novelle als ein Quantensprung im Kampf gegen die Zahlungsunfähigkeit gefeiert wurde, hat sich in der Praxis wenig geändert. Das zeigen die ersten Zahlen, die nach drei Jahren die Situation von Schuldnern mit allen drei Optionen beleuchten. Gerade einmal acht Prozent und damit weniger als einem Zehntel ist es gelungen, die Schulden nach drei Jahren abzubauen. Das sind schockierende Zahlen, die wenig Hoffnung machen. Doch woran liegt das? Ist die Schwelle weiterhin zu hoch oder bemühen sich die Verbraucher schlichtweg nicht genug?

Privatinsolvenz ist flexibler, aber nicht leichter geworden

Was rund um das neue Privatinsolvenzrecht häufig falsch eingeschätzt wird, ist dass das Insolvenzverfahren nicht unbedingt leichter geworden ist. Vielmehr ist allen voran die Flexibilität gestiegen, denn die Privatinsolvenz kann mittlerweile flexibel nach drei bis sechs Jahren beendet werden. Das „alte“ Verfahren sah einzig und allein ein Ende der Privatinsolvenz nach sechs Jahren vor. Die Bedingungen per se haben sich allerdings nicht geändert, denn das Ende der Privatinsolvenz nach sechs Jahren ist weiterhin der „Standard“. Erst dann kann man das Insolvenzverfahren auch dann beenden, wenn man seine Schulden zwischenzeitlich nicht oder kaum verkleinert hat. Wer beispielsweise keinen Job hat, der kann oft schlichtweg kaum Schulden zwischenzeitlich zurückzahlen – selbst mit der Unterstützung von einer Schuldnerberatung und einem Online-Konto ohne Schufa.

Hohe Schwellen für Ende der Insolvenz nach drei Jahren

Dass es natürlich systematisch bedingt ist, dass das Ende des Verfahrens nach drei Jahren nur ein Randprodukt ist, sollte nicht überraschen. Wäre die Privatinsolvenz so reformiert worden, dass jeder nach drei Jahren die Schulden hinter sich lassen kann, hätten die Gläubiger nahezu immer komplett in die Röhre geschaut. Die Schwelle wird allerdings teilweise als zu hoch kritisiert, denn Schuldner müssen 35 Prozent ihrer Gesamtschulden und die Verfahrenskosten zurückzahlen. Insgesamt sind das meist Beträge zwischen 10.000 und 20.000 Euro, pro Jahr müssen also zwischen 3.500 und 7.000 Euro zurückgezahlt werden. Keine leichte Aufgabe, wodurch sich auch zeigt, dass es selten an den Verbrauchern per se scheitert. Gleichzeitig ist es auch verständlich, dass eine gewisse Hürde gesetzt werden musste, damit auch die Gläubiger nicht als kompletter Verlierer vom Platz gehen.

Ende nach fünf Jahren erscheint realistischer

Zudem bleibt natürlich eine Hoffnung: Die Flexibilität des neuen Privatinsolvenzrechts erlaubt auch ein Ende des Verfahrens nach fünf Jahren. Dieses wurde in der Praxis noch nicht getestet, da die Novelle noch keine fünf Jahre alt ist. Es erscheint aber wahrscheinlich, dass eine Vielzahl der Verbraucher zumindest ein Jahr vorher das Ende der Privatinsolvenz schafft. Warum? Weil hierfür nur die Rückzahlung der Verfahrenskosten notwendig ist. Diese liegen meist im hohen dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich. Diesen Betrag nach fünf Jahren zusammenzubekommen sollte für die meisten Verbraucher möglich sein – besonders, wenn sie sich von einer Schuldnerberatung und einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa helfen lassen.


Hier finden sie weitere interessante News.

Ihr Onlinekonto

  • Privat- oder Geschäftskonto  
  • inkl. Prepaid MasterCard
  • mtl. 1x gratis Geld abheben  
  • mtl. 5 Geldeingänge umsonst
  • Banking-App kompatibel
Impressum - Datenschutzerklärung - Rechtliche Hinweise